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Die Reise der Goldfische

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Von: Thomas Krumm

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Die Reise der Echse Matilda nahm ein jähes Ende. © Krumm

Lüdenscheid - Ein Playmobil-Skifahrer kämpft sich durch Berge von Schnee oder vielmehr Watte. Goldfische verschwinden durch einen Ausguss und tauchen am Wasserbecken auf dem Rathausplatz wieder auf. Echse Matilda nutzt derweil die große Wasserfläche mit Panoramablick auf Lüdenscheids Mitte für eine Floßfahrt auf schicken Korken. Doch leider droht ein Wasserfall.

Kleine Figuren, große Wirkung: Emsiges Treiben herrschte im Trickfilm-Workshop mit Kunstpädagogin Christina Appelt, zu dem das Jugendkulturbüro im Rahmen des Home-Lüdenscheid-Projekts eingeladen hatte. Immerhin sieben Teilnehmer trafen sich im Jugendtreff Sterncenter, lernten die Technik kennen und nutzten sie anschließend bei ersten Experimenten und Ortsterminen rund um die Basisstation.

Jeder Film besteht bekanntlich aus Einzelbildern, die das menschliche Gehirn bei einer Frequenz von mindestens 24 Bildern pro Sekunde als Illusion einer flüssigen Bewegung wahrnimmt. Wer aus minimal variierten Einzelfotos auch nur einen Kurzfilm machen möchte, braucht deshalb Geduld. Vor die Linse des Fotoapparats können ganz unterschiedliche Wesen und Objekte kommen: Einer der Stars der Knettrick-Filme ist „Shaun das Schaf“, das nicht nur Kindern Unterhaltung bietet.

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Die Teilnehmer stellten geduldig Einzelbilder her, um daraus einen Film zu machen. © Krumm

Die Jugendlichen des Home-Projekts hatten andere Figuren: Die Echse Matilda erwies sich dabei als sehr vielseitige und begabte Darstellerin. Sie machte sowohl auf hoher See als auch im finalen Abgang über den Wasserfall eine gute Figur und zeigte noch im Untergang Größe. Playmobil-Männchen bieten zusätzlich zur Bewegung durch den Raum die Möglichkeit einer Veränderung ihrer Körperhaltung. Ins Wasser gingen die beiden an der Vogeltränke allerdings lieber nicht.

Imposant war die Szene, in der sich ein Playmobil-Skifahrer noch im Jugendzentrum seinen Weg durch Watteberge bahnte. Für den Fotografen wurde die Szene zum Geduldsspiel. Zwei Goldfische erlebten auf ihrem abenteuerlichen Weg eher die Unterwelt des Lüdenscheider Stadtraums, um dessen Erkundung und veränderte Wahrnehmung es in dieser Aktion ebenfalls ging. Da war es Ehrensache, dass auch Onkel Willi, der sympathische Dauer-Zeitgenosse in Lüdenscheids Mitte, Zeit für eine Audienz hatte, mit der die Jugendlichen ihre Außenaufnahmen beendeten.

Am zweiten Tag des Workshops zogen sich die Teilnehmer mit Christina Appelt ins Filmstudio zurück. Die Bilder wurden von den Jugendlichen gesichtet und mit Hilfe des kostenlosen Schnittprogramms „MovieMaker“ in bewegte Bilder überführt. „Animation bedeutet ,zum Leben erwecken’“, erklärte Christina Appelt die zauber-gleiche Verwandlung von Bildern in einen Film.

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