Jugendamt sucht drei FSJler

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Jannik Paetz (FSJ-Mitarbeiter) hat mit Dirk Rubin (Haus der Jugend) und Jessica Schmidt (Fachdienstleiterin Jugendamt, v.l.) ein erstes Netzwerk für den Start in den Beruf geknüpft.

Lüdenscheid - Es ist ein weicher Start in den beruflichen Alltag und gibt ein Jahr lang Einblicke, ob die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen die richtige Wahl wäre. Für Jannik Paetz ist gegen Ende seines Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) klar: In die Richtung soll’s nun im Studium der Sozialpädagogik gehen.

Der junge Lüdenscheider ist einer von drei FSJlern, wie sie kurz genannt werden, die in den letzten Monaten in unterschiedlichen städtischen Einrichtungen Erfahrungen gesammelt haben. Zum ersten September werden diese drei Stellen frei, das Jahr ist um. Jessica Schmidt, Fachdienstleiterin des Fachdienstes Jugendamt – Kinder- und Jugendförderung, sucht also drei neue junge Leute. Deren Einsatzgebiete sind das Haus der Jugend, der Kinder- und Jugendtreff Brügge sowie der Jugendtreff im Stern-Center.

Doch die FSJler arbeiten nicht nur in einer Einrichtung. Jannik Paetz schwärmt von einer abwechslungsreichen Zeit, die ihm unterschiedliche Einblicke ermöglicht habe: „Man kommt rum.“ Der 19-Jährige, der im vergangenen Jahr sein Abitur auf dem Zeppelin-Gymnasium gemacht hat, war auf dem Weltkindertag im Einsatz, hat Knax-Party, Turniere oder andere Aktionen begleitet, Schulseminare besucht und die Kreativ AG des Kooperationspartners Friedensschule. „So was habe ich mir vorgestellt“, berichtet er beim Gespräch im Haus der Jugend – und vertröstet zwischendurch erfolgreich einen unzufriedenen jungen Mann, der „Jannik, spielst du mit mir“ quengelt.

Seit ein paar Jahren biete man die FSJ-Möglichkeit an, sagt Dirk Rubin, Mitarbeiter im Haus der Jugend. Die Nachfrage ist da: „Die letzten Jahre hat’s total geboomt.“ wissen Rubin und Schmidt. Allerdings müsse man sich inzwischen verstärkt mit einem besonderen Problem befassen: Die Abiturienten heute seien häufig bereits mit 17 Jahren fertig, eine Interessentin sei gar erst 16 gewesen. „Aber 18 sollten sie sein.“

Für Jannik Paetz hat sich die Zeit gelohnt, er hat reichlich Praxiserfahrung gesammelt. Er hat sich an Arbeitszeiten gewöhnt, die um zehn oder später beginnen, aber manchmal erst gegen 20 Uhr enden. Und er hat sich an ein kleines Taschengeld gewöhnt, an Urlaubsanspruch sowie eigenständiges Arbeiten. Außerdem hat er schon ein erstes Netzwerk geknüpft, das ihm auch während des Studiums bei der Suche nach einem Praktikumsplatz oder fürs Praxissemester nützlich sein kann.

Wer Interesse an einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der städtischen Jugendarbeit hat, kann sich formlos bei Jessica Schmidt unter der Lüdenscheider Telefonnummer 17 14 42 oder per E-Mail unter jessica.schmidt@luedenscheid.de melden. Eine eintägige Hospitanz ist möglich.

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