Sorge um Grundschulen

Wird die Friedensschule ein neuer Grundschulstandort? Die Beantwortung dieser Frage bleibt weiterhin offen.

Lüdenscheid - Soll für das Schuljahr 2020/21 bereits der Einstieg in einen neuen Grundschulstandort für Lüdenscheid berücksichtigt werden? Diese Frage wirft die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans für die Grundschulen auf, die am Dienstag, 10. April (17 Uhr in der Richard-Schirrmann-Realschule) den Mitgliedern des Schul- und Sportausschusses vorliegt.

Matthias Reuver, Fachbereichsleiter Jugend, Bildung und Sport, hat mit seinem Team als Entscheidungsgrundlage aktuelle Zahlen für die zwölf städtischen Grundschulstandorte erarbeitet. Grundlage sind die aktuellen Anmeldezahlen sowie die künftigen auf der Basis der Geburtenerhebung bis zum Schuljahr 2023/24. 

Danach lasse sich prognostizieren, dass die Geburten bis zum Einschulungsjahr 2021/22 stetig steige, aber bis zum Einschulungsjahr 2023/24 wieder leicht zurückgehe – mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Schülerzahlen und die Klassenfrequenzen.

So steigt laut den Berechnungen die Schülerzahl von 2018 bis 2023 um rund 230 auf 2621 Kinder an. Gegenüber 24 Eingangsklassen aktuell würden es 2021/22 insgesamt 29 sein, in den Folgejahren 28 beziehungsweise 27.

Die Anzahl der Schüler pro Klasse weise im Durchschnitt ebenfalls eine steigende Tendenz auf. Habe sie in den früheren Jahren immer unter 24 gelegen, liege sie in den letzten Jahren über 24. „Insbesondere in den Jahrgängen 1 und 2 in den Schuljahren 2016/17 und 2017/18 sind die Schülerzahlen je Klassengemeinschaft überdurchschnittlich hoch, sodass die Klassengemeinschaften bis auf wenige Ausnahmen sehr voll sind“, schreibt das Schulamt.

Das gelte gerade für die Innenstadteinrichtungen Knapper Schule, Pestalozzischule, Tinsberger Schule und Westschule, was im Hinblick auf die Bildungsteilhabe gerade in diesen Stadtquartieren sehr kritisch betrachtet werden müsse. Gerade hier stiegen die Schülerzahlen nach der vorliegenden Geburtenerhebung erheblich an. Erweiterungen seien an diesen Standorten jedoch nicht möglich.

Sie seien aber notwendig, gerade wenn man an den möglichen Rechtsanspruch auf einen offenen Ganztagsplatz sowie die Inklusion und Integration denke.

Es sei beabsichtigt, zeitnah ein Abstimmungsgespräch mit der unteren Schulaufsicht und Vertretern der Bezirksregierung zu führen, um mögliche schulorganisatorische Maßnahmen zu beleuchten. Ergebnisse sollen noch vor den Sommerferien im Ausschuss vorgestellt werden.

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