„Jugend stärken“ auf dem Weihnachtsmarkt

LÜDENSCHEID ▪ Zahlreiche Jugendliche aus Lüdenscheid werden sich aktiv am Weihnachtsmarkt auf dem Sternplatz beteiligen. Die jungen Leute, die als benachteiligt gelten und besondere Unterstützung in Schule, Ausbildung oder Beruf benötigen, profitieren dabei vom Förderprogramm „Jugend stärken“ des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds. 14 heimische Institutionen engagieren sich als Träger der Maßnahme.

Die Vorbereitungen haben längst begonnen. Der Bau zweier Weihnachtsmarkt-Buden läuft auf Hochtouren, die Herstellung von Geschenkartikeln und Leckereien steht bevor. In den Holz- und Metallwerkstätten, in der Bäckerei oder der Küche des Berufsbildungszentrums der Kreishandwerkerschaft im Wefelshohl verbinden die Jugendlichen ihre Ausbildung mit praktischem Nutzen. Ebenso wie beim Internationalen Bund, dem DGB-Institut für Ausbildung und Beruf (inab), dem Bildungszentrum des Handels, dem SOS-Kinderdorf, der Friedensschule, dem Nestor-Bildungsinstitut, dem Jugendtreff Stern-Center oder den Berufsschulen am Raithelplatz.

In enger Kooperation zwischen den Vertretern der Träger sollen Jugendliche am Weihnachtsmarkt teilnehmen.

Barbara Meilwes von der eigens eingerichteten Koordinierungsstelle Jugendsozialarbeit sowie Stadtjugendpfleger Winfried Lütke-Dartmann setzen auf zwei Schwerpunkte: die Auswahl der Aktivitäten auf der einen und eine Vernetzung zwischen den Einrichtungen auf der anderen Seite. Statt ihre wirtschaftliche Konkurrenz untereinander auszutragen, forderte Dirk H. Jedan, Geschäftsführer des Berufsbildungszentrums im Wefelshohl, von den Trägern, die Jugendlichen „mit Fürsorge, Respekt und Liebe gemeinsam zu selbstbewussten Persönlichkeiten“ zu formen.

Zwischen dem 10. und dem 23. Dezember sollen die beiden Weihnachtsmarkt-Stände täglich zwischen 11 und 21 Uhr bewirtschaftet werden. Die Jugendteams aus den Einrichtungen wechseln sich jeweils im Zwei- oder Dreitages-Rhythmus ab.

Der Verkauf der Erzeugnisse aus heimischer Herstellung ist auch für die Marktveranstalter reizvoll. LSM-Geschäftsführer Jörg Marré und Schausteller Hartmut Langhoff waren sich nach der Anfrage der Stadt einig: „Das wird sicher ein Schub für unseren Weihnachtsmarkt.“

Olaf Moos

Rubriklistenbild: © Moos

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