Mit "Jugend stärken im Quartier" Perspektiven schaffen

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Barbara Kleine, Daniela Brinkschulte, Doreen Zborowski, Britta Heidrich-Wahlhäuser und Matthias Reuver (von links) präsentieren das Projekt „Jugend stärken im Quartier“.

Lüdenscheid - Die Fördergelder in Höhe von 360.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) sind der Stadt vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben bewilligt worden: Mit dem Projekt „Jugend stärken im Quartier“ will ein von der Stadt kofinanziertes Team Jugendlichen helfen.

Dabei handelt es sich meist um junge Menschen ohne Zukunftsperspektive, die kurz vor dem Übergang ins Berufsleben stehen, wie Barbara Kleine, Fachdienstleiterin Kinder- und Jugendförderung, erklärte. Matthias Reuver, Fachbereichsleiter Jugend, Bildung und Sport, ergänzte: „Das sind oft Jugendliche, die von anderen Maßnahmen nicht mehr erreicht werden.“

Mit drei Bausteinen soll die Stärkung der Jugendsozialarbeit im Förderzeitraum bis zunächst 2018 erfolgen – für soziale Integration, zum Meistern schulischer Herausforderungen und zum Finden und Verwirklichen beruflicher Ziele.

Mehrere Bausteine für den Erfolg

Der erste Baustein ist die Aufsuchende Jugendsozialarbeit von Daniela Brinkschulte. Dafür ist die enge Zusammenarbeit mit Schulen und Berufskollegs sowie Trägern anderer Maßnahmen und Eltern erforderlich. „Es geht darum, den Jugendlichen kurzfristig zu beraten und ihm bei der Orientierung zu helfen“, so Kleine. 

Der zweite Baustein, das Casemanagement, greift, wenn der erste nicht ausreicht. Britta Heidrich-Wahlhäuser und Sebastian Schefe (Jugendtreff Sterncenter) nehmen unter Einbindung der Familien eine langfristige Förderplanung sowie eine Kompetenzfeststellung vor und begleiten die Jugendlichen 12 bis 18 Monate. 

Lüdenscheid kennenlernen und das Quartier aufwerten

Der dritte Baustein sind Mikroprojekte zur Motivation und Persönlichkeitsstärkung, betreut von Doreen Zborowski. Dabei soll auch ein Mehrwert für das Quartier erreicht werden. Ab dem 23. Februar bis Ende Juli werden zehn junge Erwachsene nach Erfüllung der Berufsschulpflicht unter dem Motto „Erkunden und Abrunden – meine Stadt, mein Quartier“ an drei Vormittagen wöchentlich Lüdenscheid kennenlernen sowie in sozialpädagogischer Gruppenarbeit betreut werden und sich um die Instandhaltung des Spielplatzes an der Kluse kümmern.

Gemeinsames Projekt zweier Bundesministerien

„Jugend stärken im Quartier“ ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Barbara Kleine, zuständig für die Gesamtkoordination des niederschwelligen Angebots in Lüdenscheid, ist unter der Telefonnummer 0 23 51/17 12 37 für weitere Informationen erreichbar.

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