Dr. Jürgen Struck schließt Praxis zum Jahresende

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Laden die Patienten für den 18. Dezember zum Tag der offenen Tür ein (von links): Renate und Jürgen Struck sowie Petra Radoux.

Lüdenscheid - Nach mehr als 40 Jahren schließt Dr. Jürgen Struck seine Praxis an der Werdohler Straße. Zum Jahresende geht der Allgemeinmediziner in Pension. Am 17. Dezember wird Struck zum letzten Mal Patienten behandeln. Einen Tag später, am 18. Dezember, lädt der 73-Jährige aber noch einmal gemeinsam mit seiner Frau Renate Struck und Arzthelferin Petra Radoux zum Tag der offenen Tür ein, der von 9 bis 13 Uhr stattfindet.

Schon immer war es der Wunsch des gebürtigen Lüdenscheiders Struck, in seiner Heimatstadt als Hausarzt tätig zu werden. „Meine Motivation war immer, den Patienten in seiner Gesamtheit zu erfassen. Dazu gehört auch, dass man ihn ausreden lässt und zuhört. So haben wir das früher gelernt, das ist das Wesentliche“, sagt Struck. 

In seiner Praxis herrschte stets eine familiäre Atmosphäre, mit vielen Patienten duzt sich das Ehepaar Struck. Daher werden nun auch angesichts der Schließung der Praxis einige Tränen von den Patienten vergossen. „Praxis Bülowbogen haben wir uns manchmal genannt, weil es so persönlich zuging. Wir haben auch viel mit den Patienten gelacht“, sagt Renate Struck, die ihren Mann in der Praxis als Arzthelferin unterstützte und nun ebenfalls in Rente geht.

Über die Jahrzehnte hätten sich die Rahmenbedingungen für die Allgemeinmediziner nicht zum Besseren verändert, erklärt Jürgen Struck. „Trotz gut funktionierender EDV ist das ein immenser Aufwand an Bürokratie.“ Einen Nachfolger zu finden, gestaltete sich schwierig. 

„Wir hatten drei interessierte Kollegen da, die aber letztlich abgesagt haben. Wir hatten noch die Hoffnung, dass es weitergeht, da die Praxis auch verkehrsgünstig gut zu erreichen ist.“ Gerade ältere Patienten neu unterzubringen, sei ein großes Problem. Noch bis zum 17. Dezember können Patienten ihre Krankenunterlagen bei der Praxis Struck abholen.

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