Jürgen Becker philosophiert im Kulturhaus über Religion

Jürgen Becker am Abend im ausverkauften Kulturhaus

LÜDENSCHEID - Rechts Schillers Schädel, dekoriert mit einem Karnevalsmützchen, links der große Goethe als ausgerolltes Bild am Rednerpult. Dazwischen wandert Jürgen Becker hin und her, stundenlang. Mit dem Vergleich der Religionen hat sich der Kabarettist nicht unbedingt ein seichtes Thema für sein Programm „Ja, was glauben Sie denn?“ ausgesucht, mit der er seit fünf Jahren landauf, landab die Hallen füllt. Auch am Abend passt kaum noch ein Blatt zwischen all die Gäste, die sich schon vor Monaten die begehrten Tickets gesichert haben.

Vom kleinen Bummel durch die Lüdenscheider Altstadt kommt die rheinische Frohnatur pünktlich auf die Bühne, nimmt zum Einstieg Guido Westerwelle und Co. aufs Korn, um quasi nahtlos in seine ganz eigene Form der Evolutionstheorie einzusteigen. Der Mensch könne irgendwie nichts richtig gut. Er sei wohl bei der Verteilung der intelligenten Plätze im Leben zu lahmarschig gewesen, so seine These. Und Religion finde im Hirn hinter den Ohren statt, links evangelisch und rechts katholisch. Gott sei früher ein Ausbildungsberuf gewesen, das sehe man ja an Karel Gott – drei Semester Biene Maja... Und dass Gott ein Rheinländer ist, steht bereits an dieser Stelle des Programms außer Frage. - rudi

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