Jubiläumsfeier auf dem Gutshof Wigginghausen

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Ein Zauberer lud am Sonntagnachmittag zum Mitmachen ein und animierte die Bewohner zu „Fingerübungen“

Lüdenscheid - Mit viel Musik, Tanz, Gesang und einem Familientag haben die Bewohner, Mitarbeiter und Freunde des Gutshofs Wigginghausen am Wochenende das 30-jährige Bestehen ihrer Einrichtung gefeiert. Sie wird von der Lebenshilfe Lüdenscheid betrieben.

„Das hier war vor dem Umbau noch ein Kuhstall“, erinnerte sich Architekt Wolfgang Winkel, der sich damals um den Kauf und die Renovierung der Hofanlage gekümmert hat. Ursprünglich wollte der Eigentümer, die Landesversicherungsanstalt Westfalen, 1,7 Millionen D-Mark als Kaufpreis erlösen. „Am Ende haben wir 800 000 D-Mark bezahlt“, sagte Architekt Winkel und blätterte durch einen dicken Aktenordner, in dem die Originalschriftstücke abgeheftet sind. Die offizielle Einweihung der Einrichtung wurde am 12. März 1984 im Kulturhaus gefeiert.

Bevor die Band „Eygelb“ das Programm eröffnete, sprach Dr. Wolfgang Schröder in seiner Funktion als designierter Vorsitzender des Aufsichtsrates der Lebenshilfe. „Wenn nicht vor 30 Jahren viele Menschen beherzt in die Tasten gegriffen hätten, dann wäre der Gutshof in dieser Form nie entstanden“. Er gab aber auch zu bedenken, dass die Einrichtung etwas in die Jahre gekommen sei. „Hier müssen und wollen wir was tun“, versprach Dr. Wolfgang Schröder.

30 Jahre Wigginghausen

Aus Anlass des Jubiläums spielte dann die Lebenshilfe-Band „Eygelb“ auf. Schlagzeuger Peter Meyer ist bereits seit ihrer Gründung im Jahre 1989 dabei. Nach einer fünfjährigen Pause war auch Gitarrist und Sänger Kay Iderhoff wieder mit von der Partie. Mit den rockig vorgetragenen Liedzeilen „frei sein, dabei sein und nicht mehr außen vor sein“ gaben sie ein lautes Statement für die Inklusion ab. Die Bewohner hatten zu diesem Zeitpunkt bereits die Tanzfläche für sich eingenommen. Darüber hinaus traten Michael, Toto und Martin auf. Gemeinsam sind sie die Schwerter Operettenbühne und besangen den Schlager der 1950er-Jahre.

Sie unternahmen eine musikalische Reise nach Italien und machten Hausleiterin Sabine Eickhoff kurzerhand zu ihrer „Mimi“, die niemals ohne ihren Krimi ins Bett geht. Zuvor hatte Sabine Eickhoff die Bewohner mit Urkunden und Medaillen geehrt: „Die Feier findet für euch statt, weil ihr Wigginghausen möglich macht“. Gestern wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem großem Familientag fortgesetzt. Neben einem Brunch in der Scheune warteten auf die kleinen Besucher das Spielmobil des Kinderschutzbundes und die Möglichkeit des Schminkens. Zudem trat ein Zauberer auf. - jw

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