Joggerin flieht vor Angreifer

Lüdenscheid - Eine Joggerin ist am Dienstagabend im Ortsteil Eicken hinter Othlinghausen beinahe Opfer einer sexuellen Nötigung geworden. Wie ein Polizeisprecher bestätigte, wurde ein 17-jähriger Lüdenscheider mit Hilfe zweier Zeugen nach der Tat festgenommen. Im Mai vergangenen Jahres war eine Sportlerin in derselben Gegend von einem Unbekannten überfallen und schwer verletzt worden.

Es war gegen 17.15 Uhr, als die 31-Jährige am Dienstag ihre Runde drehte. Wie Polizei-Pressesprecher Norbert Pusch sagte, sei der junge Mann plötzlich hinter der Frau aufgetaucht und sei hinter ihr hergelaufen. „Dann hat er sie am Oberarm festgehalten und sie gefragt: ‘Na, wie wär’s mit uns beiden?’“ Doch die Frau riss sich los und floh zu einem Haus in der Ortschaft Eicken. Von dort aus alarmierte sie die Polizei.

Der schnelle Zugriff der Polizisten ist in erster Linie zwei jungen Männern aus diesem Haus zu verdanken. Denn als die Joggerin um Hilfe bat, setzten sie sich ins Auto und machten sich auf die Suche nach dem Täter. Sie fanden ihn Minuten später in der Nähe und hielten ihn fest, bis der Streifenwagen eintraf. LN-Informationen zufolge hat der 17-Jährige noch vor Ort ein Geständnis abgelegt. Nach Feststellung der Personalien wurde er auf freien Fuß gesetzt. Ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter sexueller Nötigung ist gegen ihn eingeleitet.

Der Fall erinnert an die Gewalttat, der am 9. Mai 2012 eine damals 35 Jahre alte Frau in Othlinghausen zum Opfer gefallen ist. An einem Buchenwald am Mühlenweg kam ihr ein Mann entgegen, der sie unvermittelt mit der Faust zu Boden schlug und auf sie eintrat. Er wurde als ungepflegt beschrieben und trug in einer Hand einen Gegenstand, vermutlich eine Flasche.

Polizeisprecher Pusch bestätigte, dass diese bislang ungeklärte Tat Anlass für weitere Untersuchungen liefert. „Nach dem Vorfall am Dienstag werden wir natürlich überprüfen, ob es einen Zusammenhang gibt.“ Hinweise unter Tel. 0 23 51 / 9 09 90.

Olaf Moos

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