Jörg Steinleitner auf Erkundungstour für „Mord am Hellweg“

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Sie freuen sich auf einen humorvollen Kurzkrimi, der in Lüdenscheid spielt (v.l.): Dagmar Plümer, Dr. Herbert Knorr, Stefan Frenz, Autor Jörg Steinleitner und Andreas Hostert.

Lüdenscheid - „Dass man ein Wiener Schnitzel unter einem Spiegelei versteckt und als ’Krüstchen‘ bezeichnet“, war nur eins der Dinge, die Jörg Steinleitner an seinen zwei Tagen in Lüdenscheid verblüfften. Der Autor aus Bayern war zur Recherchezwecken in der Bergstadt: Er wird den Kurzkrimi über einen Mord in Lüdenscheid zur neuen „Mord am Hellweg“-Anthologie beisteuern.

2016 wird es die inzwischen achte Auflage des beliebten Krimi-Festivals mit rund 200 Veranstaltungen in der Hellweg-Region und darüber hinaus geben. Auch Lüdenscheid wird wieder mit dabei sein – mit drei bis fünf Lesungen. Dies kündigte Dr. Herbert Knorr, Festivalleiter und Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna, gemeinsam mit Büchereileiterin Dagmar Plümer, VHS-Leiter Andreas Hostert und Stefan Frenz, Leiter des Fachdienstes Kultur, an. Details befinden sich noch in der Planung. Stattfinden wird das Festival „Mord am Hellweg“ vom 17. September bis zum 21. November 2016.

Am Freitag wurde Jörg Steinleitner als der für Lüdenscheid gekürte Autor vorgestellt. Bis Ende März hat er Zeit, die Eindrücke, die er in den vergangenen Tagen gesammelt hat, zu verarbeiten und daraus eine rund zehnseitige Kriminalkurzgeschichte zu verfassen. Er verspricht einen heiteren Krimi, so wie es auch seine Romane um die in Mordfällen ermittelnde Polizisten Anne Loop sind, die alle in Oberbayern spielen. Dort lebt auch Jörg Steinleitner mit seiner Familie, in einem 400-Einwohner-Dorf.

Bewusst hat er Lüdenscheid jetzt zum ersten Mal erlebt. Dennoch hat er festgestellt, dass die Bergstadt bleibenden Eindruck hinterlassen kann: Als er durch die Altstadt ging, kamen ihm die Gassen merkwürdig bekannt vor – da fiel ihm ein, dass er schon einmal für einen ganz kurzen Abstecher dort war, um kurzfristig eine Lesung im Kleinen Prinzen zu übernehmen, ebenfalls im Rahmen von „Mord am Hellweg“. Diesmal hatte er mehr Zeit – und entdeckte bei einer privaten Stadtführung neben der Altstadt unter anderem das Forum am Sternplatz als faszinierenden Ort – „ideal für Künstler“ sagt es zu den Räumen. Aber auch die Sprache, die er unter anderem in der Stadtbücherei recherchierte, hat ihn begeistert. „Ich schreibe sehr dialogisch, da wird bestimmt das eine oder andere ’-sken‘ vorkommen.“

Dazu darf es sicher auch ein „Pilsken“ geben. Man kann gespannt sein, was der Mann aus Bayern sich zu einem Mord in Lüdenscheid einfallen lassen wird. Das Krüstchen hat Jörg Steinleitner jedenfalls „hervorragend geschmeckt“. Bei seinem nächsten Besuch möchte er unbedingt Potthucke probieren.

Ständig aktualisierte Infos zum Festival und seinen Veranstaltungen gibt es unter www.mordamhellweg.de. Der Vorverkauf für einzelne Veranstaltungen beginnt am 3. Februar und wird nach und nach erweitert.

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