Container am Schöneck sollen 20 neue U3-Plätze ermöglichen

JHA: Zustimmung für „Kita-Pavillons“

+
Diese ursprünglich zur Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehenen Container sollen gegen so genannte „Kita-Container“ ausgetauscht werden.

Lüdenscheid - Eine breite Zustimmung und viel Lob für die Idee und Fantasie bei der Umsetzung gab es am Dienstagabend für den Vorschlag der Verwaltung, sogenannte „Kita-Container“ auf dem Gelände der Schule Schöneck aufzustellen. Damit möchte die Stadt kurzfristig 20 weitere U3-Plätze schaffen.

Lediglich mit dem Wort „Container“ konnten sich nicht alle Mitglieder des Jugendhilfeausschusses anfreunden. „Vielleicht können wir uns ja auf Pavillons einigen. Die haben ja in Lüdenscheid eine lange Tradition“, war unter anderem zu hören. Doch egal, wie die vorübergehende Einrichtung am Ende heißen wird – der Beschluss des Gremiums war einstimmig.

Zuvor hatte Fachbereichsleiter Matthias Reuver auf den weiter gestiegenen Bedarf hingewiesen und gleichzeitig betont, dass man als Stadt beim Ausbau der Kapazitäten seriös vorgehen wolle, das heißt, U3-Plätze zu schaffen, ohne Überkapazitäten aufzubauen. „Es muss auch in Zukunft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen U3 und Ü3 geben.“ Deshalb sollen die „Kita-Container“, die gegen die bestehenden Wohncontainer zur Aufnahme von Flüchtlingen ausgetauscht werden sollen, auch keine Dauereinrichtung werden. Vielmehr werde die geplante neue Gruppe nach einem Jahr in den Awo-Neubau an der Bahnhofsallee umziehen – samt Erziehern und Inventar. Kostenpunkt für Anmietung und Herrichtung: 297 400 Euro, die jedoch durch Minderausgaben und Mehrerträge gedeckt seien. „Das ist der ideale Vorläufer für die neue Kita“, war sich Reuver sicher.

Ein großer Vorteil sei zudem, dass die bestehende Infrastruktur genutzt werden könne und langwierige Bauvorhaben umgangen werden. Und: Möglicherweise gibt es bereits eine Folgenutzung nach dem Auszug der Kita-Gruppe: Sollte sich die Stadt mit dem katholischen Kita-Zweckverband über eine Fortführung der Kita St. Hedwig einigen, könnten deren Gruppen für die Zeit der notwendigen Sanierungsarbeiten in den Containern bzw. Pavillons untergebracht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare