Schulstreiks fürs Klima

Jetzt amtlich: Erste "Fridays For Future"-Demo in Lüdenscheid

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„Die Uhr tickt“: In Hamburg nahmen in diesem Jahr zahlreiche Menschen an der „Fridays For Future“-Demo teil. In Lüdenscheid organisieren die Schüler der weiterführenden Schulen zum ersten Mal eine solche Demonstration für den 5. Juli auf dem Rathausplatz.

Lüdenscheid – Globale Schulstreiks fürs Klima: Immer freitags demonstrieren Schüler auch in vielen deutschen Städten gegen die Erderwärmung und für mehr Klimaschutz. Die „Fridays For Future“-Bewegung ist nun auch bis nach Lüdenscheid vorgedrungen.

Am 5. Juli werden sich Schüler der weiterführenden Schulen auf dem Rathausplatz versammeln und damit für die Forderungen der Bewegung einsetzen. Organisiert wird der Streik, der in der 5. und 6. Schulstunde stattfinden wird, von den Schülervertretungen der jeweiligen Schulen. 

Es handelt sich nicht um eine Veranstaltung der Schulen selbst. In der Vergangenheit kam es in anderen Städten bereits zu Problemen, weil Schüler regelmäßig freitags dem Unterricht fernbleiben. 

"Werden keine Hürden in den Weg stellen"

Befürchten müssen die jungen Lüdenscheider aber wohl vorerst nichts: „Das ist eine Entscheidung der Schüler, aber wir als Schulleitung – und wir kooperieren mit den Schulen – werden ein möglichst einheitliches Vorgehen ermöglichen und den Schülern keine Hürden in den Weg stellen“, erklärt Dennis Knebel, stellvertretender Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, auf Nachfrage. 

Dass die Lüdenscheider Schüler überhaupt einen eigenen Streik organisieren, sei aus der Idee einer Mitschülerin heraus entstanden, sagt Mario Maracic, Schülersprecher des Zeppelin-Gymnasiums. 

Polizei bestätigt Demonstration

Daraufhin hätten sich die Schülervertretungen um den Rest gekümmert: „Wir haben das besprochen und fanden das gut. Die Demo ist angemeldet und die Schüler sind informiert. Dafür haben wir Rundbriefe gefertigt und verteilt, sind durch die Klassen gegangen und haben Fragen beantwortet“, sagt er. 

Das bestätigte nun auch die Polizei: „Wir haben für diesen Tag eine Anmeldung für acht Schulen in der Zeit von 11.15 bis 13.15 Uhr“, sagt Polizeisprecher Marcel Dilling. Die ist inzwischen auch bestätigt worden. 

Sternmarsch durch die Stadt geplant

Konkret handle es sich um einen sogenannten Sternmarsch. Heißt: Die Schüler starten an den jeweiligen Schulen und gehen von dort in Richtung Rathausplatz, wo der Streik stattfinden wird. Dafür gebe es natürlich Auflagen, sagt Dilling: „Das ist schon ´ne Hausnummer, wenn so viele mitmachen. Sie müssen die Gehwege benutzen, damit es kein Verkehrschaos gibt und für jeden Marsch muss ein Ordner bereitgestellt werden.“ 

Für die Vorbereitungen trafen sich die Schülervertretungen regelmäßig. Wie viele Schüler teilnehmen werden, sei nicht sicher, „aber die Resonanz war bisher sehr positiv“, sagt Maracic. „Wir gehen mit Bannern und Plakaten.“

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