Riesen-Erfolg

Jerusalema-Clip der Polizei MK: Millionen-Publikum sieht zu - Russia Today lockt Kritiker an

Polizisten aus dem Märkischen Kreis haben einen echten Internet-Hit gelandet. Kurz vor Weihnachten lud die heimische Polizeibehörde ein selbst produziertes Video ins Netz, in der uniformierte Beamte zum Jerusalema-Song des südafrikanischen Künstlers Master KG die Hüften schwingen. Ein Riesen-Erfolg. Auch alternative Medien greifen die Tanzeinlage auf

Lüdenscheid – Der Tanzclip der Polizisten aus dem Märkischen Kreis sorgte für viel positives Feedback. Der Clip wurde nach Angaben von Polizeisprecher Marcel Dilling bereits mehr als 3 Millionen mal angesehen – vor allem bei Facebook, aber auch auf Youtube, wo mehr als 800.000 Aufrufe verzeichnet sind.

Kreis Märkischer Kreis
VerwaltungssitzLüdenscheid
Einwohner410.222 (Stand: 31. Dezember 2019)
Fläche1.061,06 Quadratkilometer

„Wir haben unheimlich viele positive Reaktionen erhalten“, sagt Dilling, der die Idee zur Jerusalema-Challenge in Uniform hatte. Fast 12.000 Kommentare und mehr als 110.000 „Gefällt-mir“-Bekundungen in den sozialen Netzwerken waren der Dank.

Jerusalema-Clip der Polizei MK: Strafanzeigen wegen Beleidigung

Eine Nutzerin schrieb: „Cooles Video, toller Humor und super Performance. Toll, dass Ihr mitgemacht habt.“ Auch analoge Dankesschreiben erreichten die Kreispolizeibehörde. Ein Fan schrieb „Ihr Video gibt Freude, Kraft und Hoffnung in dieser jetzigen Zeit.“ „Das hat uns sehr gefreut“, antwortet Marcel Dilling. Die Polizei im Märkischen Kreis war die erste Dienststelle, die sich an der Jerusalema-Challenge beteiligte.

Negative Kommentare wurden teilweise gelöscht, darunter auch strafrechtlich relevante, wie Dilling betonte. Die Polizei hat inzwischen mehr als zehn Strafanzeigen wegen Beleidigung eingeleitet. Das alternative Onlineportal RT.de griff zudem das Polizeivideo aus Iserlohn in einem Beitrag auf. Der Titel „Ordnungshüter infiziert: Polizei NRW tanzt viralen Jerusalema“ lockte zahlreiche Kritiker der Polizei und des deutschen Staats an. RT.de gehört zu Russia Today, das von der Regierung Russlands finanziert wird.

Eine Dankeskarte an die tanzenden Polizisten erhielt die Kreispolizeibehörde.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz führt in seinem Jahresbericht für 2018 aus, dass RT einer der „wichtigsten Akteure bei der verschleierten und subtilen Beeinflussung der deutschen Öffentlichkeit durch russische Staatsmedien“ sei.

Rubriklistenbild: © Polizei MK

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