Erst die Feder, dann die Lüsterklemme

+
Jean-Philippe Kindler bewirbt sich um die Lüdenscheider Lüsterklemme.

Lüdenscheid – Im November 2016 lag ihm die Poetry-Slam-Welt im Kulturhaus zu Füßen. Mit Jean-Philippe Kindler war ein junger Slammer nach Lüdenscheid gekommen, der schon in der Vorrunde mit Einblicken in die Welt von Klara und Mick in einer Kellerdisco in der Düsseldorfer Altstadt absahnte und später die "Goldene Feder" mitnahm. Am 22. Februar 2020 gehört Kindler zu den fünf Bewerbern um die Lüsterklemme.

Wie in jedem Jahr winken 1500 Euro Siegprämie, gestiftet von der Sparkasse, und die Trophäe demjenigen, der sich die Gunst des Publikums erspielt. Neben Kindler stehen Kolja Fach – in Lüdenscheid ebenfalls keine unbekannte Größe –, Sandra Da Vina, Nikita Miller und Liza Kos zu den Bewerbern.

„Wir legen im kommenden Jahr den Schwerpunkt der Kleinkunsttage auf Poetry Slam“, sagt Kulturhausleiterin Rebecca Egeling, „zum Teil zeigen die Künstler ihr erstes abendfüllendes Programm Aber es scheint so, als sei Poetry Slam so eine Art Teilchenbeschleuniger für Kabarettabende.“

Viele Künstler seien über die Jahre dem Poetry-Rahmen entwachsen und in den Kabarettablauf hinein gekommen: „Das stelle ich immer wieder fest, zum Beispiel bei der Kleinkunstbörse in Freiburg.“ Dort war Rebecca Egeling im Februar auf der Suche nach den Teilnehmern für die Kleinkunsttage in Lüdenscheid. 

Mit Kolja Fach, der als 13-Jähriger das erste Mal auf einer Bühne stand, lud sie einen Slammer ein, der an diversen Veranstaltungen nicht teilnehmen durfte, weil er noch zu jung war. 2016 stand er im Finale der U-20-Meisterschaften, 2018 wurde er Vize-Meister, in diesem Jahr schließlich NRW-Meister.

Kulturhausleiterin Rebecca Egeling und Kai Pritschow (Sparkasse) stellten das Programm vor.

Nikita Miller ist Stuttgarter mit russischem Migrationshintergrund und „ein Erzähler durch und durch“, wie Egeling sagt. Er bringe eine andere Sichtweise mit ein, wenn es auf der Bühne darum geht, ein Mann zu werden – erfolgreich und sexy, aber wie geht das als Russe?

Sandra Da Vinas Programm heißt „Da Vina takes it all“. Sie hat Alltagsgeschichten im Blick und schlägt darüber eine tiefer gehende Brücke. Liza Kos kommt aus Moskau und stellt ihre eigentümliche Integration als russischer Teenager in Deutschland über Ausflüge ins Türkische bis hin zum Mitglied im Aachener Karnevalsverein vor.

Die Kleinkunsttage 2020

20. Februar: Kolja Fach, 21. Februar Nikita Miller, 22. Februar Jean-Philippe Kindler, 27. Februar Sandra Da Vina, 28. Februar Liza Kos Karten sind ab sofort zu haben zu Preisen von 18,70 Euro (Tisch) bis 16,50 Euro (Stuhlreihe) an der Theaterkasse. Das Kombiticket für den Besuch aller Veranstaltungen kostet 75 Euro (66 Euro). Die Preisübergabe findet im Oktober statt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare