„Wir sehen uns als Team“

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Max Poser

Lüdenscheid - Jeden Tag, sagt Maximilian Poser, Vorsitzender des „Jazz Club Lüdenscheid“, flattern Bewerbungen auf seinen Tisch, per Mail, aber auch noch traditionell per Post samt CD. Bands fragen an um eine Auftrittsmöglichkeit im Rahmen der Konzerte des Lüdenscheider Jazzclubs.

Froh sei er gewesen, dass der Musiker Hajo Hoffmann, mittlerweile selbst Mitglied im Jazzclub, mit ins Rad griff und ihn bei der Auswahl der Bands für die Konzerte im Jahreslauf unterstützte: „Mich würde es sehr freuen, wenn er in unserem Vorstand den Geschäftsführerposten übernimmt“, sagt Poser mit Blick auf die Jahreshauptversammlung im März. Denn zu den Aufgaben des Geschäftsführers gehöre die Buchung der Bands. Die Lüdenscheider Jazzer müssen im März ihren Vorstand neu bestimmen. Im vergangenen Jahr hatte Poser als Geschäftsführer sein Amt mit dem damaligen Vorsitzenden Peter Messing durch Neuwahlen getauscht. Nach dem Tod Messings muss nun ein neuer Vorstand her. „Aber wir sehen uns als Team“, möchte Poser, der sich nach eigenem Bekunden gern zur Wiederwahl stellt, die Führung des „Jazz Club Lüdenscheid“ nicht unbedingt an klassische Vereinsstrukturen geklammert sehen.

138 Mitglieder zählt der Club inzwischen, und nur wenige Vereine, so Poser, können von sich sagen, dass sie Zuwachs haben. Ein Stammlokal im eigentlichen Sinne habe man nicht. Vielmehr haben die Jazzer ihre Musik inzwischen in mehreren Lokalen Lüdenscheids verankert. Und auch dem traditionellen Jazz fühlen sie sich nicht mehr allein verpflichtet. Blues und moderne Klänge haben Einzug ins Programm gefunden. Poser: „Die Leute wissen manchmal gar nicht, was sie als Mitglied bei uns für Vorteile haben. 50 Euro kostet der Jahresbeitrag.“ Dafür bekommt man 14 Konzerte in diesem Jahr zum Nulltarif und weitere Ermäßigungen, beispielsweise für die Teilnahme an der Riverboat-Shuffle.

Am Freitag, 16. Januar, eröffnet der „Jazz Club Lüdenscheid“ seinen Programmreigen mit dem Auftritt der Band „Boogielicious“ , die als Duo mit dem Pianisten Eeco Rijken Rapp und dem Bielefelder Schlagzeuger David Herzel oder als Quartett (erweitert um bluesharp und Kontrabass) auftritt. „Boogielicious“ gehöre zu den wenigen jungen Bands, die sich in kürzester Zeit in die erste Reihe der europäischen Jazzszene vorgearbeitet haben, heißt es in der Einladung zum Konzert. Das Duo schickt die Zuhörer auf eine Reise durch die 20er- 30er- und 40er-Jahre. Die Musiker teilen ihre Vorliebe für die Klänge von Albert Ammons, Louis Armstrong oder Fats Waller. Ihre erklärten Favoriten sind Duke Ellington und Art Blakey. Neben den Boogie-Woogie, Blues und Swingstücken kommen auch Eigenkompositionen ins Spiel. Beginn im Panoptikum ist um 20.30 Uhr, der Eintritt kostet acht Euro, allerdings nur für Nicht-Mitglieder. -  rudi

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