Experimente ohne Titel

+
Amtsgerichtsdirektor Peter Alte und der Künstler Jaromir Louzil, der ab nächsten Mittwoch seine Werke am Dukatenweg zeigt.

LÜDENSCHEID - Fürs Amtsgericht am Dukatenweg ist es inzwischen die 9. Ausstellung. Nachdem monatelang Bilder der Künstlerinnen und Künstler des Kreativkreises Kirchplatz an den Wänden des Amtsgerichtes hingen, zieren ab Mittwoch, 24. April, zum Teil großformatige und farbenprächtige Exponate des Hagener Künstlers Jaromir Louzil die Flure und Wartebereiche.

Jaromir Louzil hat seine Werke schon mehrfach ausgestellt. „Auch hier im Amtsgericht vor sechs Jahren“, so Amtsgerichtsdirektor Peter Alte. Die Verbindung zu dem Künstler sei durch Heidi Fliegenschmidt, eine Mitarbeiterin des Amtsgerichtes, zustande gekommen, die sich auch aus der Altersteilzeit heraus noch engagiert um die Ausstellungen kümmert. Louzil experimentiert mit Stilmitteln und Techniken. Seinen Werken gibt er bewusst keine Titel, weil er Wert darauf legt, die Phantasie des Betrachters anzuregen.

Der 89-jährige Maler hat ein bewegtes Leben hinter sich: In Uhorod – früher Tschechoslowakei, jetzt Ukraine – geboren wuchs er in Böhmen auf und emigrierte 1948 über Deutschland und Italien nach Australien. 1962 übersiedelte er in die USA, wo er in Los Angeles und Seattle lebte, bis er 1984 nach Hagen zog. Bereits in den USA belegte er Kurse in Aquarellmalerei, beschäftigt sich aber erst seit seiner Übersiedlung nach Deutschland intensiv mit der Malerei. Einige Stationen seines Malstudiums sind Kurse bei Prof. Bernhard Matthes in Hagen und Hattingen, Prof. Schubert in Dortmund und Uwe Nickel in Hagen sowie in den letzten sechs Jahren die Teilnahme an internationalen Symposien.

Jaromir Louzil ist Mitglied der Künstlergilde Hagen und der Kultur-Axe Wien. Daher wird Hartmut Gloger, ebenfalls Gildemitglied aus dem benachbarten Hagen, die Laudatio halten und den Künstler vorstellen, wenn die Ausstellung am 24. April um 16.30 Uhr mit einer Vernissage offiziell eröffnet wird. Zu sehen sind dann etwa 80 Bilder, die käuflich sind (m.louzil@t-online.de). Die Vernissage ist offen für alle Interessenten, der Eintritt ist frei.

Die Bilder können während der üblichen Öffnungszeiten des Amtsgerichts besichtigt werden, bis zum 15. September jeweils in der Zeit von 8 bis 16 Uhr. - rudi

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare