Januar: Matthias Hirth

Lüdenscheider des Monats im Januar: Matthias Hirth

LÜDENSCHEID "Ich hab’ wohl einen kleinen Knall", resümiert Matthias Hirth. Und wer ihn kennt, weiß, dass er das mit einem Augenzwinkern tut.

In den vergangenen Wochen und Monaten organisierte der Lüdenscheider als Vorsitzender des Regionsausschusses den Wettbewerb "Jugend musiziert", bei dem es galt, hunderte von Namen, Instrumenten und Veranstaltungen zu koordinieren, damit junge Menschen ihre Musik in die Welt hinaustragen und Erfolgserlebnisse für sich verbuchen können. Ehrenamtlich, versteht sich. Dieses schier unglaubliche Engagement trägt dem Musikpädagogen den LN-Titel "Lüdenscheider des Monats" Januar ein.

"Ich höre irgendwann auf zu zählen", antwortet Hirth auf die Frage, wie viele Stunden der Vorbereitung auf den Wettbewerb er investiert. An den "Job" gekommen ist er wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind. In Zeiten des Umbruchs sei der Wettbewerb in vielen Orten einzeln und unkoordiniert gelaufen. Er habe vor sechs Jahren seine Unterstützung angeboten - um der Sache willen. Der Vorsitz im Regionalausschuss war die Folge. Vor zwei Jahren brachte Hirth die 14 Sparkassen im Regionalverband Westfalen-West mit ins Boot und kümmerte sich um die finanzielle Förderung des Wettbewerbs. "Ich lege Wert darauf, zu sagen, dass das alles ehrenamtlich läuft. Und heute Morgen hab’ ich noch gesagt, dass das doch irgendwie ein undankbarer Job ist", sagt der bescheidene Querflötist, der noch am Sonntag die letzten regionalen "Jugend musiziert"-Schüler betreute. Umso mehr freut ihn nun die Auszeichnung zum "Lüdenscheider des Monats".

Seit zehn Jahren unterrichtet Hirth an der Musikschule in Lüdenscheid - neben anderen Betreuungen, studienvorbereitenden Ausbildungen und Dirigaten. Was er sich für die Zukunft wünscht? "Die Musikschulen verhalten sich bei diesem Wettbewerb ziemlich passiv. Das Ding an sich ist heiß begehrt. Jetzt, wo‘s läuft, wäre die Zeit des Delegierens erreicht. Und da wäre ein bisschen mehr Unterstützung seitens der Musikschulen schon schön."

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