Jan-Philipp Hirth zählt zu den hochbegabten Bläsern in NRW

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Das Pompöse hat ihn fasziniert: Seit seinem achten Lebensjahr nimmt Jan-Philipp Unterricht.

LÜDENSCHEID - Jan-Philipp Hirth wurde seine musikalische Begabung schon mit in die Wiege gelegt. Beide Elternteile unterrichten an der städtischen Musikschule. Der 17-jährige Abiturient spielt bei der „Junge Bläser-Philharmonie“ (JBP), die hochbegabte Jugendliche aus ganz NRW zusammenführt und regelmäßig in großen Konzerthäusern gastiert.

Im Juli spielen die jungen Musiker im Rahmen des World Music Contest(WMC) in Kerkrade gemeinsam mit der Weltspitze der Blasmusik.

Das Konzert ist ein ganz besonderes Highlight. Der Wettbewerb um den Meistertitel wird seit 1951 alle vier Jahre ausgetragen. Von Marschkapellen über Brass Bands bis hin zu sinfonischen Blasorchestern reisen Formationen aus der ganzen Welt an. 21 000 Musiker werden für eine bunte Mischung aus Musik und Kultur sorgen, erwartet werden 550 000 Besucher. Da laut Harry Vorselen, Dirigent der JBP, vor allem neue Blasmusik für den WMC wichtig sei, wird das Orchester unter anderem das Stück „Night Party Music“ spielen, das von Alexander Comitas eigens für die JBP komponiert wurde.

Die Arbeitsphase rund um Ostern war für den Lüdenscheider Posaunisten Jan-Philipp eine weitere intensive Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft. Das Orchester trifft sich regelmäßig in den Schulferien und probt mit viel Disziplin und Spielfreude etwa neun Stunden täglich. So erarbeiteten die jungen Musiker in wenigen Tagen komplette Konzertprogramme, präsentierten schon CD-Produktionen und spielten auf Konzerten, die sie weit über die Grenzen Europas hinaus führten.

Mit sechs Jahren begann Jan-Philipp Hirth seine musikalische Laufbahn – erst einmal am Klavier. Bei einem Konzert des Vaters, der als Aushilfsflötist bei den „Westfalen Winds“ mit der „Herr der Ringe“-Sinfonie von Johan de Mey begeisterte, war Jan-Philipp von den Posaunen derart begeistert, dass er auf das Instrument umschwenkte. „Das Pompöse und der unbeschreibliche Klang haben mich gefesselt“, erinnert er sich. Mit acht Jahren nahm er bei Christian Knaup in der städtischen Musikschule Unterricht. Später wechselte er in die Musikerklasse von Musikschulleiter Franz Schulte-Huermann. Seit zwei Jahren nimmt er nun Unterricht bei Markus Lenzing, Dozent an der Musikhochschule Düsseldorf.

Jan-Philipp, der gerade in den Abiturprüfungen steckt, möchte nach einjähriger Pause, in der er sich musikalisch noch weiterentwickeln möchte, Musik studieren. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg ist natürlich das sinfonische Blasorchester, dem er seit letztem Herbst angehört. „Letztes Jahr rief mich Felicitas Meures an, die über Franz Schulte-Huermann von mir gehört hatte. Über eine Arbeitsphase als Aushilfe wurde ich dann direkt übernommen“, so der Lüdenscheider. Wer Jan-Philipp live erleben möchte: Das nächste Konzert ist für den 15. Juni im städtischen Bühnenhaus Bocholt anberaumt. - CG

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