Jam:is in Spiellaune und mit Mirko Gutzeit am Bass

Jam:is zeigte sich im Kulturhaus in Spiellaune.

LÜDENSCHEID - Kaum war der offizielle Teil in Form der Spielplan-Vorstellung vorbei, öffnete Kulturhausleiter Stefan Weippert die Barriere zum Bühnensaal, damit die Gäste zum Konzert der Lüdenscheider Formation Jam:is wechseln konnten.

Die Musiker um den Sänger und Gitarristen Klaus Sonnabend brannten ein zweistündiges musikalisches Feuerwerk ab, das ausschließlich aus den hervorragenden Eigenkompositionen Band bestand.

Die beiden Opener „When you’re alone“ und „The only one“ interpretierte die Formation noch in ihrer Originalbesetzung, die neben Frontmann Sonnabend aus Ingo Starink (Klavier), Michael Wirth (Schlagzeug) und Mirko Gutbier (Bass) besteht. Im Anschluss kamen dann als Gäste die Musiker Hannah Kramer (Gesang), Jan Schürfeld (Trompete) und Nicolas Leitgeb (Trompete) dazu.

Gemeinsam spielte die Combo den Song „Without Reasons“, die als zügige Funk-Nummer zum Mitklatschen einlud. Obwohl Jam:is in dieser Zusammensetzung erstmals auf der Bühne standen, überzeugten die Musiker durch Homogenität und Spiellaune. Passend zur bevorstehenden Landtagswahl ärgerten sich Jam:is stilvoll in „Politicians“ über die politische Kaste. Bevor Klaus Sonnabend im Rahmen dieses Stückes ein akzentuiertes Akustik-Gitarrensolo zum Besten gab, amüsierte er sich über den aktuellen, drollig-skurrilen Wahlwerbespruch „Currywurst ist SPD“.

Ein ebenso einfühlsames wie voluminöses Gesangssolo bot Hannah Kramer bei „I won’t feel alone“, einem Stück, das die Band nach eigener Erinnerung vor 14 Jahren erstmals live spielte. Einfach poppig und poppig einfach wirkte dagegen „I know“, verfeinert mit einem federleichten Piano-Solo von Ingo Starink sowie einer solistischen Glanzleistung an der Trompete von Jan Schürfeld. Der Song „Black“ startete dagegen minimalistisch und balladesk mit dem prägnanten Gesang von Sonnabend, ausschließlich untermalt von Klavierklängen, bevor Hannah Kramer den Frontmann gesanglich unterstützte und eine breitere Instrumentierung folgte.

Nachdem mit „In love forever“ ein Pop-Song die Ohren verwöhnte, der zum Markenzeichen der Band geworden ist, brachten die Musiker mit „No tears“ ein, so Sonnabend, Stück mit 34-minütigem Bass-Solo zu Gehör. Ganz so lang wurde der Auftritt von Mirko Gutbier zwar nicht, dennoch schnippten die Zuhörer begeistert mit.

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