50 Jahre Wehberg auf einen Blick

Bürgermeister Dieter Dzweas (mit Stadtteilführer) und Heinrich Caspari

Lüdenscheid - Der im Jahre 1995 erschienene Führer für den Stadtteil Wehberg ist überarbeitet worden und anlässlich des Jubiläums „50 Jahr Wehberg“ in einer Neuauflage herausgekommen.

Das Heft, das unter der Überschrift „50 Jahre Stadtteil Wehberg – Wir am Wehberg!“ veröffentlicht worden ist und erstmalig beim Jubiläumsfest zum Kauf angeboten wurde, können Interessierte für zwei Euro bei Jochen Baudis von der IG Wehberg (Tel.: 50192; E-mail: j.baudis@gmx.de) erhalten. Anzeigen verschiedener Firmen und Geschäfte halfen, den Druck mitzufinanzieren.

Im Vorwort des Stadtteilführers würdigt Bürgermeister Dieter Dzewas das große soziale Engagement der Wehberger Vereine für ihren Stadtteil. Insbesondere hebt er hervor, dass sowohl die seit 1966 bestehende IG Wehberg als auch die Wehberger Stadtteilkonferenz seit vielen Jahren die Interessen aller Vereine, Verbände und Institutionen des Wehbergs bündeln. Der ausführlichen Übersicht über alle Einrichtungen und Vereine des Stadtteils geht ein historischer Rückblick auf die Geschichte des Wehbergs voraus. Heinz Caspari (IG Wehberg) hat die Geschichte ausführlich nachgezeichnet, deren Beginn im Dunkeln liegt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1430. Das Freigut Wehberg, auf das sich diese bezieht, erstreckte sich über den Bereich des heutigen Stadtteils hinaus – bis in Richtung Altenaer und Heedfelder Straße. Im 30-jährigen Krieg wurde der Wehberg von einer kaiserlichen Truppe heimgesucht. Zur Bauerschaft Wehberg, die Ortschaften oder Höfe Heerwiese, Brockhausen, Eggenscheid, Freisenberg, Dickenberg, Tweer, Vogelberg und Hunscheid sowie sogar der vor den Stadttoren liegende Wiedenhof. 1843, als aus dem Kirchspiel die politische Gemeinde Lüdenscheid-Land geworden war, zählte die Bauerschaft Wehberg 586 Personen. 1749 ist für sie erstmals eine Schule bezeugt. 1830 wurde eine neue Schule gebaut. Am 1. Mai 1935 wurde der Wehberg in die Stadt eingemeindet. 1962 begann man mit der Erschließung des Baugebiets Wehberg, nachdem der Abschnitt der Rahmedestraße zwischen Olpendahl und Breitenfeld bereits 1961 fertiggestellt worden war. Die Realisierung des – aus damaliger Sicht – größten Bauvorhabens in der Geschichte Lüdenscheids, in dessen Rahmen 868 Wohnungen, ein Heizwerk, eine Kirche, zwei Kindergärten, eine Schule und ein Einkaufszentrum errichtet werden sollten, war mit dem „Untergang“ des Oberwehbergs und gewaltigen Erdbewegungen verbunden. - ih

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