40 Jahre Wasser gezogen: Wasserschaden in Lüdenscheider Schwimmbad

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Das Lehrschwimmbecken der Grundschule Lösenbach ist bereits neu beschichtet. Die Sanierung des umlaufenden Fliesenbodens steht noch bevor. Hier allerdings hat die Feuchtigkeit den Estrich gelöst. Welche Maßnahmen das erfordert, wird derzeit geprüft.

Lüdenscheid - Wenn andere Urlaub machen, beginnt für das ZGW eine arbeitsreiche Zeit. Denn die Zentrale Gebäudewirtschaft der Stadt (ZGW) nutzt die Sommerferien traditionell dazu, Sanierungsarbeiten an Schulen durchzuführen und Baumaßnahmen voranzutreiben. Bei einer Baustellen-Visite machte sich Bürgermeister Dieter Dzewas ein Bild vom Stand der Dinge an drei Standorten.

Erste Station war die Schubertstraße, wo es gleich zwei Baustellen zu besichtigen gab. Der Druck bei der U3-Betreuung sei im Bereich Buckesfeld sehr stark, sagte der Bürgermeister, daher habe man sich entschlossen, zu investieren. Knapp drei Millionen Euro verschlingt die Neubaumaßnahme für den DRK-Kindergarten Lösenbach.

Erst vor zwei Wochen hat die heimische Firma Bock-Bau damit begonnen, den Grundrissen des neuen Kindergarten-Bereichs eine Gestalt zu geben. Nun stand die ZGW-Abordnung samt Bürgermeister bereits in Räumen, die als Nächstes auf die Deckenkonstruktion warten.

Ein Turbo-Bau: Geklebte Großbausteine im XL-Format sparten mehrere Bauwochen, erläuterte Thomas Bock. So zeigte sich Dieter Dzewas „hoffnungsfroh“, dass der Innenausbau für dann 80 betreute Kinder im September erfolgen könne. 

Weiter ging’s nach nebenan, in die Grundschule Lösenbach. Das dortige Lehrschwimmbecken hat nach 20 Beschichtungsdurchgängen nun eine geschlossene, himmelblau glänzende Oberfläche. Das Verfahren, bei dem die Fugen mit versiegelt würden, sei erprobt, versicherte Badsanierer Bernd Zilz aus Ahlen. Seine Firma wende das seit 28 Jahren an: „Bis jetzt gibt’s keine Probleme.“

Die könnte es allerdings bei der Sanierung des umlaufenden Fliesenbodens noch geben. Hier sei der Untergrund viel zu nass, wie Messungen zeigten: „Der hat 40 Jahre Wasser gezogen“, sagt Zilz. In der Folge habe sich der Estrich sandig zersetzt. Und: „Auf feuchtem Sand kann man nicht bauen, das geht nicht.“

Ob es ausreicht, den bröselnden Untergrund mit einem Spezialharz zu verdichten, oder ob schlimmstenfalls neuer Estrich gegossen werden müsse, gilt es noch zu analysieren. Bislang liegt der Sanierungsetat bei 120 000 Euro – ohne Estrich.

An der Adolf-Reichwein-Gesamtschule hingegen hat sich die ZGW von außen nach innen vorgearbeitet. Nach Abschluss der Teil-Fassadendämmung geht nun die weitere Modernisierung des Verwaltungstrakts, insbesondere der Lehrerzimmer, voran.

Während sich in den Gängen Umzugskartons stapeln, wird in den Räumen der alte Nadelfilzboden gegen pflegeleichtere, farbige Beläge ausgetauscht. Es werden Wärmebrücken beseitigt, alte Gussrohre ummantelt, Leitungen für die Digitalisierung verlegt, es wird gestrichen und neu möbliert. Und das alles mit einem Budget von 61 000 Euro. „Wir haben sehr gute Ergebnisse erzielt“, freut sich ZGW-Architekt Tahir Lokaj.

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