Jubiläumsbesuch in Leuven mit Rekord

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Die Partnerschaftsurkunden wurden auch von Zeugen unterzeichnet: Jan de Leeuw (mit Ehefrau), Paul Bosmans, Christiane Vanneck, Dieter Dzewas, Wolfgang Löhn und Louis Tobback (von links).

LÜDENSCHEID/LEUVEN - Jubiläumsbesuch mit Rekord: Aus Anlass der 25-jährigen Städtepartnerschaft war eine rund 100 Köpfe starke Reisegruppe aus Lüdenscheid in Leuven zu Gast.

Von Bettina Görlitzer

Von Freundschaft handelte das erste Lied, das der Lüdenscheider Medardus-Chor im Leuvener Rathaus sang, Freundschaft war das Thema der Reden von Leuvens Bürgermeister Louis Tobback und seinem Lüdenscheider Kollegen Dieter Dzewas und freundschaftlich war vor allem der Empfang, mit dem die fast 100 Lüdenscheider, die zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Lüdenscheid und Leuven am Pfingstwochenende nach Belgien gefahren waren, willkommen geheißen wurden.

Den festlichen Rahmen für die erneute Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden bot das historische Rathaus in Leuven. Dort erwartete Tobback die Gäste aus Lüdenscheid am Samstagmittag direkt nach ihrer Ankunft.

Viel Applaus von Passanten ernten die rund 50 Sänger und Sängerinnen des Medarduschores bei einem spontanen Konzert vor dem historischen Rathaus in Leuven.

Aber auch Paul Bosmans, Mitbegründer der Partnerschaft, der erst im vergangenen Jahr mit seiner Frau Marielle wieder nach Belgien gezogen war, ließ es sich nicht nehmen, Freunde aus Lüdenscheid persönlich zu begrüßen. Ebenfalls dabei war Jan de Leeuw, 1987 Batallionskommandant der belgischen Garnison in Lüdenscheid. Beide Bürgermeister betonten in ihren Reden, wie wichtig persönliche Kontakte sind, um eine Städtepartnerschaft lebendig zu halten. Und so ließen sie stellvertretend für alle Bürger der beiden Städte vier Personen als Zeugen die Partnerschaftsurkunden mitunterschreiben, die Entscheidendes für die Partnerschaft geleistet haben und immer noch leisten. Für Lüdenscheid waren das Paul Bosmans und Stadtpressesprecher Wolfgang Löhn. Auf Leuvener Seite unterzeichneten Jan de Leeuw und Christiane Vanneck, die die Partnerschaft von Anfang an begleitet.

Tobback sagte, Freundschaft könne nicht mit objektiven Maßstäben gemessen werden: „Es steht außer Zweifel, dass Leuven und Lüdenscheid es gut miteinander getroffen haben.“ Die persönlichen Kontakte, die letztlich „zu Frieden und Ruhe in unserer Region, in Europa und in der Welt“ führen, könnten aber nicht allein von den Verwaltungen getragen werden: „Auch die Bevölkerung und das Vereinsleben müssen daran teilhaben.“ Die Partnerschaft mit Lüdenscheid sei eine der lebendigsten, die Leuven pflege.

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Bürgerfahrt nach Leuven

Da passte es gut, dass sich zur Bürgerfahrt nach Leuven fast 100 Teilnehmer angemeldet hatten. Eine so große Gruppe war trotz der Vielzahl der Kontakte noch nie nach Belgien gereist. Wie Tobback bedankte sich auch Dzewas bei den Menschen, die die Partnerschaft mit Leben füllen. In Anlehnung an die Dampfmaschine, die dereinst Jürgen Dietrich zum Auftakt der Partnerschaft im Lüdenscheider Rathaus pfeifen ließ, sagte Dzewas, er hoffe, dass die Partnerschaft weiter unter Druck stehen werde.

Im Anschluss an den Empfang gaben die rund 50 Sänger und Sängerinnen des Medarduschores ein kurzes spontanes Konzert vor dem historischen Rathaus. Viele Passanten blieben stehen und applaudierten. Dieser Kurz-Auftritt passte hervorragend zum Kunst- und Kulturfestival „Leuven in Scene“, das die Lüdenscheider am Wochenende erlebten und das bei bestem Wetter bis in die Nacht Tausende von Menschen auf Straßen, Plätze und in die Cafés lockte.

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