25 Jahre Rotary Club Lüdenscheid-Mark

Dr. Christoph Mohler ist der aktuelle Clubpräsident.

Lüdenscheid -  Mit 25 Jahren steht er mitten im Leben: Er hat einen guten Namen und die Frauen entdeckt, begleitet erfolgreiche Projekte, hat viel für den Nachwuchs getan, ist hilfreicher Pate und pflegt gute Freundschaften im In- und Ausland. Außerdem ist er ein steter Jungbrunnen, indem er sich stets Neuem und Neuen gegenüber öffnet.

Der Rotary Club Lüdenscheid-Mark hat daher allen Grund, mit seinen Freunden Geburtstag zu feiern. Hier blickt der Club auf Anfänge und Gegenwart zurück:

Vor acht Jahren konnte der 100. Geburtstag von Rotary International in Chicago gefeiert werden – Rotary ist somit der älteste Serviceclub der Welt. Gegründet wurde Rotary am 23. Februar 1905 durch Rechtsanwalt Paul Harris in Chicago. Er beabsichtigte, freundschaftliche Beziehungen unter Geschäftspartnern zu pflegen. So waren beim ersten Meeting ein Kohlenhändler, ein Bergbauingenieur sowie ein Schneidermeister anwesend. Weil die Geschäftsleute im Turnus (rotierend) in den Büros der verschiedenen Mitglieder zusammenkamen, gaben sie ihrem Club den Namen Rotary – stellvertretend das Symbol des (rotierenden) Rades. Es sollte jeweils nur ein Vertreter eines Berufs oder eines Geschäfts aufgenommen werden – das sog. Berufsklassenprinzip.

Ursprünglich stand die Pflege der Freundschaft bei Rotary im Vordergrund, bald aber wurde der Dienst am Nächsten zum eigentlichen Kennzeichen von Rotary. Auch heute gilt nach wie vor das Motto: „Service above self“ – „Selbstloses Dienen“ ! Dies ist der Wahlspruch der über 1,2 Millionen Rotarier weltweit, ca. 32 000 Clubs in 166 Ländern – davon 50 000 Mitglieder in Deutschland in ca. 1000 Clubs. Sie bilden eine weltanschaulich nicht gebundene, überparteiliche Vereinigung von Frauen und Männern (Frauen seit 1987), die sich über alle Grenzen hinweg für humanitäre Hilfe und Völkerverständigung einsetzen. Rotarier haben sich in ihrem privaten, beruflichen und öffentlichen Wirken zu Redlichkeit, Toleranz und sozialer Hilfsbereitschaft verpflichtet.

Einmal in der Woche treffen sie sich zur Pflege der Freundschaft, zu Vorträgen oder zur Planung von Hilfsprojekten, die sowohl vor Ort als auch weltweit gestemmt werden. Dies ist ein sehr wichtiges Wirkprinzip – und dies gibt letztendlich auch den Erfolg. Es gelingt so jede Woche, den Blick über die eigenen engen Grenzen, über den Horizont zu werfen.

Ebenso wichtig ist der jährliche Wechsel wichtiger Ämter – dies fördert jeweils neue Initiativen und vermeidet Erstarrung. Dementsprechend gibt es eine sehr schlanke Verwaltungsstruktur mit dem Weltpräsidenten (aktuell der US-Amerikaner Ron D. Burton mit seinem Jahresmotto „Rotary leben – Leben verändern“), dem Zentralvorstand, den Governors der 529 Distrikte, den Clubs.

1927 wurde der erste Club Deutschlands in Hamburg durch den RC San Francisco gegründet. Unter den Nationalsozialisten lösten sich die Clubs auf, bevor ab 1949 die Tätigkeit in Deutschland wieder aufgenommen wurde.

Am 1. Juli 1988 nun wurde der Rotary Club Lüdenscheid-Mark vom RC Lüdenscheid aus begründet. Der Gründungspräsident war Ulrich Baberg – und nachdem am 26. September 1988 die Charterurkunde zugestellt war, wurde die Gründungsfeier am 18. November 1988 im Kulturhaus Lüdenscheid begangen.

Durch die 21 Gründungsmitglieder entwickelte sich schnell ein sehr intensives Clubleben. So wurde bereits unmittelbar nach dem Fall der Mauer 1989 Kontakt nach Freiberg/Sachsen aufgenommen – bereits am 24. März 1990 wurde der erste Club im Osten Deutschlands nach dem Mauerfall gegründet.

Der Club baute internationale Partnerschaften auf. So wurde bereits am 3. November 1990 eine Partnerschaft mit dem französischen Club Amiens-Vallée de Somme besiegelt. Es folgte im Mai 2005 die Jumelage mit Ermelo/Niederlande.

Da auch immer schon Nachwuchsarbeit groß geschrieben wurde, firmierte der RC Lüdenscheid-Mark am 9. März 1991 als Patenclub für die Gründung des Rotaract-Clubs Lüdenscheid, in dem sich Mitglieder von 18 bis 30 Jahren zusammenfinden. Höhepunkt war hier sicherlich 1994 die Organisation der Deutschlandkonferenz in der Schützenhalle, an der über 500 Rotaracter aus ganz Deutschland teilnahmen.

Und schließlich fungiert der Club seit April 2011 als Mutterclub des neu gegründeten Rotary Club Lüdenscheid-Zeppelin. Bemerkenswert ist in der Club-Chronologie sicherlich die Aufnahme von Damen seit Februar 2009. Seit diesem Jahr sind erstmals Damen im Vorstand vertreten.

Gemäß dem oben genannten Wahlspruch „Serve above self“ steht bei den rotarischen Aktivitäten immer das Gemeinwohl lokal wie international an erster Stelle. Als Serviceclub hat man in den vergangenen 25 Jahren dutzende Aktivitäten und soziale Projekte unterstützt.

Dabei sieht sich der RC Lüdenscheid-Mark nur als kleiner Teil der großen weltweiten rotarischen Familie. Insbesondere zeigt sich dies lokal in der ausgesprochen angenehmen Zusammenarbeit bei Projekten wie „Sprache verbindet“, dem Bau der Waldbühne oder dem Stadtfest mit den anderen Lüdenscheider Rotary Clubs, Inner Wheel und den Rotaractern.

Heute nun findet in der Lüdenscheider Schützenhalle die eigentliche Charterfeier zum 25. Geburtstag vor 210 geladenen Gästen statt. Neben Live-Musik und einem Essen in festlichem Rahmen wird der Club auch wieder seinen sozialen Zielen und Aufgaben gerecht werden:

Es wird eine Tombola veranstaltet, bei der durch Kontakte und Eigenengagement ungewöhnliche, teilweise einmalige Preise zusammenkamen. Der gesamte Erlös der Tombola wird komplett zwei Projekten zugutekommen: dem Rotary und Inner Wheel Gemeindienst e. V. mit dem Projekt „Sprache verbindet“ und dem weiteren zukünftigen Projekt der „Mathe-Kiste“. Aus aktuellem Anlass wird die andere Hälfte des Gewinns zugunsten der SOS- Kinderdörfer auf den Philippinen gespendet werden.

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