50 Jahre St. Petrus und Paulus: Stolz und dankbar

+
Gemeindereferentin Marita Franzen im Kreise der zahlreichen Geistlichen, die mit der Gemeinde St. Petrus und Paulus verbunden sind oder waren. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Dankbarkeit und Stolz dominierten am Sonntag in der katholischen Gemeinde St. Petrus und Paulus: Mit einem Festhochamt und anschließendem Empfang feierte die Gemeinde ihr 50-jähriges Bestehen – und immer wieder klangen der Dank für die vergangenen Jahrzehnte und der Stolz auf das, was die Gemeinde nicht zuletzt durch starkes ehrenamtliches Engagement erreicht hat, durch.

Zum Jubiläum gab es in der aktuell pastorenlosen Gemeinde eine geballte Präsenz von Geistlichen: Nicht nur alle Seelsorger der Pfarrei St. Medardus, sondern auch fast alle noch lebenden ehemaligen Pfarrer und Pastore der Gemeinde waren zum Honsel gekommen, um diesen besonderen Tag mitzufeiern. Außerdem gratulierten Eckart Link, Pfarrer der benachbarten evangelischen Kreuzkirchengemeinde und Arnd Lüling von der freikirchlichen Gemeinde der Friedenskirche sowie Bürgermeister Dieter Dzewas.

Die Predigt hielt Patrick Schnell, der St. Petrus und Paulus vor einem Jahr verließ, um in Plettenberg Pfarrer zu werden. Auch er betonte, dass die Gemeinde allen Grund habe, dankbar und stolz zu sein. Dzewas erinnerte an die Aufbaujahre: „Viele werden Pastor Grote noch erlebt haben, in seiner Aktivität und Agilität für den Stadtteil.“ An diese ersten Jahre erinnerte Gemeindereferentin Marita Franzen bei der Feier im Gemeindesaal. Ihr zur Seite stand mit Magdalene Heil eine Frau, die selbst entscheidend mitwirkte. Im Interview mit Marita Franzen weckte sie mit mancher Anekdote Erinnerungen bei den Älteren und das Interesse der Jüngeren. Der erste Lüdenscheider Martinszug überhaupt fand demnach in St. Petrus und Paulus statt – die damalige Holzkirche platzte aus allen Nähten angesichts der Menschenmenge. Auch Arnd Lüling erinnerte sich daran. Magdalene Heil erzählte von ihrer ersten Begegnung mit Theodor Grote, der zögerte, zu der jungen Frau, die gerade den Führerschein gemacht hatte, ins Auto zu steigen. Die Gründung des Kirchbauvereins, Erlebnisse rund um die Holzkirche und ihren Besuch bei Bischof Hengsbach in Essen, weil das Geld für den Kirchenbau nur zögerlich floss, schilderte sie lebhaft.

Beatrix Hostert, Leiterin der Kindertagesstätte an der Berliner Straße, die 40 Jahre besteht, bedankte sich bei den anwesenden Geistlichen sowie Marita Franzen für die immerwährende Unterstützung und Präsenz. Der heimische Künstler Peter Sippel, selbst Mitglied im Familienkreis von St. Petrus und Paulus, überreichte der Gemeinderatsvorsitzenden Birgit Straube ein Bild, das er eigens für das Jubiläum gefertigt hat. ▪ gör

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare