10 Jahre Palliativstation: Dank an alle Unterstützer

Bettina vom Brocke, Vorsitzende des Fördervereins, dankte allen, die die Palliativstation unterstützen und unterstützt haben in der vergangenen zehn Jahren.

Lüdenscheid - „Dieses Kind – Palliativstation – hat sich in den letzten zehn Jahren dank Unterstützung ganz, ganz vieler prächtig entwickelt.“

Mit einem herzlichen Dankeschön an alle, die die Palliativstation der Märkischen Kliniken – in welcher Funktion auch immer – tragen, stärkte Bettina vom Brocke (Vorsitzende des Fördervereins) am Freitag im Kulturhaus bei den Feierlichkeiten zum doppelten Geburtstag von Station und Förderverein das Wir-Gefühl. „Es ist unsere Station“, erklärte sie. „Ohne Sie alle gäbe es die Palliativstation, wie sie heute ist, nicht.“

Mit einem Markt der Möglichkeiten, bei dem Hospize, ambulante Dienste und Pflegeeinrichtungen ihre Arbeit vorstellten, Sektempfang, Grußworten und Festvortrag sowie Improvisationstheater mit Emscherblut feierten die Station ihr zehnjähriges und der Förderverein sein fünfjähriges Bestehen. „Wir wollen mit dieser Art des Jubiläums zeigen, dass die Arbeit der Palliativstation auf einer breiten Basis steht“, erklärte Bettina vom Brocke vorab. Anliegen sei, trotz aller Traurigkeit, trotz des Todes das Leben zu feiern.

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10 Jahre Palliativstation

Reichlich Informationsmaterial hielten die 20 Einrichtungen, die im Kulturhaus-Foyer Einblick in ihre Arbeit gewährten, für die Besucher bereit. Vom Palliativmedizinischen Konsiliardienst Lüdenscheid-Olpe bis zum Netzwerk Hospizarbeit Plettenberg, von der AKP Plus Dienstleistungs GmbH (Kamen) bis zur „Arche“ und der Ökumenischen Hospizgruppe Halver reichte die Vielzahl an Einrichtungen, die ihre Angebote im palliativmedizinischen Bereich vorstellten. Als Indikationsspezialist war Mundipharma vor Ort.

Die Palliativstation selbst machte sich ihre zum Geburtstag frei geschaltete Homepage zum Geschenk. In ihren Grußworten dankten Bürgermeister Dieter Dzewas und Dr. Günter Peters als kaufmännischer Geschäftsführer der Märkischen Kliniken Thorsten Skodra (Leitender Oberarzt) und seinem Team für ihre Arbeit. „Sie haben das Sterben wieder ein Stück weit zurück ins Leben geholt“, lobte Dzewas.

Auf den Leitspruch der Palliativstation („Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben“) und Zitate von Patienten/Angehörigen ging Dr. Peters ein. Aus Expertensicht beleuchtete Professor Dr. Raymond Voltz, Direktor des Zentrums für Palliativmedizin an der Uniklinik Köln, in seinem Festvortrag neueste Entwicklungen und Erkenntnisse. Ausgehend von Cicely Saunders, der Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin, rückte er das neue Hospiz- und Palliativgesetz, das im November verabschiedet werden soll, in den Fokus des Interesses.

Ziel sei ein flächendeckendes Angebot, das gute Versorgung und Begleitung aller Menschen in der letzten Lebensphase an allen Orten ermögliche. Auch auf „radikale Ansätze“ ging er ein. Stellvertretend für alle, die sich für die Palliativmedizin einsetzen, erhielt Stationsleiterin Beate Slimok vom Förderverein ein Dankeschön-Präsent.

Nach Fingerfood, Sekt und O-Saft nahm die Feier im Saal mit Emscherblut einen amüsanten Verlauf. Knapp zwei Stunden kitzelten Désirée Krüger, Holger Voss, Martin Verborg und Bernd Witte die Lachmuskulatur mit lustigen Szenen, die sie spontan auf Zuruf aus Publikumsreihen aus dem Ärmel schüttelten. Der Thriller „Der Kronleuchter“ brachte Shakespeare und eine Badewanne unter einen Hut. Oper und Heavy Metal machten das Staubsaugen bühnenreif.

Von Monika Salzmann

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