50 Jahre neue Kreuzkirche: Mehr als eine Million Besucher

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Das Pfarrerteam v.l.n.r Hans-Georg Ahl, Catharina Bluhm und Eckart Link.

Lüdenscheid - In Wort und Bild blickte die Kreuzkirchengemeinde am Sonntag bei ihrer Jubiläumsfeier „50 Jahre neue Kreuzkirche“ auf fünf bewegte Jahrzehnte zurück. Eingebettet war die Feierstunde mit Zeitzeugenberichten, Fotos und Liedern aus den 1960er Jahren bis heute in ein buntes, fröhliches Gemeindefest, das mit einem ökumenischen Gottesdienst begann.

Aufgrund des kühlen, regnerischen Wetters fand der Gottesdienst – eigentlich als Open-Air-Veranstaltung vorgesehen – in der Kirche statt. Gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde St. Petrus und Paulus und der Friedenskirche feierten die Gläubigen ihren ökumenischen Gottesdienst. Die Predigt hielt Gemeindereferentin Marita Franzen (St. Petrus und Paulus). Den stimmungsvollen musikalischen Rahmen steckte der Gospelchor „Heavens Gate“ ab.

Dichtes Gedränge herrschte im Gemeindezentrum, wo nach dem Gottesdienst ein riesiges Kuchenbüfett und viele andere Köstlichkeiten auf hungrige Gäste warteten. Zwischen Reibekuchen, Würstchen und Steaks vom Grill, Kartoffelsalat etc. hatten die Besucher die Qual der Wahl.

Wegen des wenig erfreulichen Wetters spielte sich das Gros des Gemeindefests in den Räumen ab. Gravuren nach Wunsch fertigte Claudia Baumann an. Sogar Tablettendöschen „mit großem Unterhaltungswert“ verlieh die Lüdenscheiderin dabei eine persönliche Note. Auch eine amerikanische Versteigerung zugunsten der Arbeit des Fördervereins gab’s. Für 402 Euro wechselte der Strandkorb, den Carlo Hüsken als Vorsitzender des Fördervereins versteigerte, den Besitzer. Mit dem guten Stück machten Thomas und Susanne Wippermann, die den Zuschlag erhielten, sogleich dem Treffpunkt „Die gute Stube“ an der Werdohler Straße 11 ein schönes Geschenk.

Jubiläumsfeier 50 Jahre neue Kreuzkirche

Die Zeitzeugen (v.l.n. r.): Uwe Baumann, Anke Heyrock und Susanne Hartwig. - Fotos: Salzmann

Für kleine Besucher hatte die Kreuzkirchengemeinde in der alten Kirche diverse Spielgeräte aufgebaut. Amüsant piesackten sich die Clowns Tinchen und Svennie nach allen Regeln der (Clowns)Kunst.

Auf sehr lebendige, Jung und Alt ansprechende Weise blickte die Kreuzkirchengemeinde bei der Feierstunde am Nachmittag dankbar auf die vergangenen 50 Jahre zurück. Als besondere Gäste nahmen Magdalene Deitenbeck, Monika Deitenbeck-Goseberg und Wilfried Oesterlee, seinerzeit Bauleiter des mit dem Bau der neuen Kreuzkirche betrauten Architekturbüros Huth, an der Feierstunde teil. In Wort und Bild kamen die wichtigsten Ereignisse aus fünf Jahrzehnten zur Sprache.

Auf Wesentliches lenkte Pfarrer Hans-Georg Ahl in seiner Moderation das Augenmerk. „Die 1960er Jahre waren kirchenpolitisch spannend“, ging er zu den Anfängen, zu Pfarrer Paul Deitenbeck und überfüllten Gottesdiensten zurück. Im Interview mit Pfarrerin Catharina Bluhm klärte Zeitzeuge Günter Schwarze die Frage: „Warum Dr. Giese immer mit der Spritze unterwegs sein muss.“

Thomas und Susanne Wippermann, die den Strandkorb ersteigerten.

Viele weitere Zeitzeugen meldeten sich beim bilderreichen Gang durch die Zeiten zu Wort. Von Dick und Doof im Kindergottesdienst, „come-in“-Gottesdiensten und anderen markanten Ereignissen war die Rede. Bei den Liedern zum jeweiligen Jahrzehnt begleiteten Sigrun Lemke (Piano) und Kai Heyrock (Gitarre) die Gemeinde.

Laut Statistik gab es in den letzten fünf Jahrzehnten rund 4500 Gottesdienste, 20 Einbrüche und mehr als eine Million Gottesdienstbesucher in der neuen Kreuzkirche.

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