SPD Lüdenscheid feiert 125. Parteijubiläum

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Ehrungen beim Festakt der Lüdenscheider SPD.

Lüdenscheid - „Ein sozialdemokratisches Zeitalter ist notwendig, weil wirtschaftliche und soziale Umstände geradezu danach rufen. Nur gute Arbeit ist sozial!“

Die Lüdenscheider Sozialdemokraten applaudierten NRW-Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider stehend für seinen Festvortrag. – ihr Parteijubiläum beging die SPD am Samstag selbstbewusst und im großen Rahmen. Moderiert von Erhard Pierlings und Stadtverbandsvorsitzendem Gordan Dudas, begleitet von der Dixie-Combo Bäng-Bäng aus Wipperfürth und abgeschlossen durch das Frauen-Kabarett FammFatall erlebten 200 Besucher einen bunten politischen Abend.

Unter rund 200 Gästen des Festakts befand sich auch politische Konkurrenz. Vertreter der Lüdenscheider CDU, der FDP, Grünen und der Linken gratulierten der Partei, die als älteste demokratische Partei Deutschlands ein Alleinstellungsmerkmal vorweisen könne, wie der Unterbezirksvorsitzende Michael Scheffler in seinem Grußwort deutlich machte.

Doch den Höhepunkt des Abends lieferte Guntram Schneider. Aus den drei großen Maximen der Sozialdemokratie – Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität – leitet der Arbeitsminister den aktuellen Handlungsrahmen und Forderungskatalog an die Politik ab.

Die SPD sei entstanden aus der Arbeiterbildungsbewegung, erinnerte er die Zuhörer. Die gleichberechtigte Teilhabe an Bildung, die gebührenfreie Bildung vom U-3-Bereich bis zur Hochschule sei verpflichtendes Ziel, „damit nicht mehr die Herkunft über die Zukunft von Kindern entscheidet“.

Weitere Kernforderung der SPD sei die „Teilhabe aller Menschen am Erwerbsleben“, denn erst das ermögliche auch gesellschaftliche Teilhabe. Und auch der sozialdemokratische Grundwert der Solidarität habe sich längst nicht überlebt. „Eine Gesellschaft, die nicht solidarisch ist, verfügt nicht über den Kitt zum Zusammenhalt“, donnerte der frühere Spitzengewerkschafter in den Saal und setzte sofort nach: „Wir wollen keine Gleichmacherei, sondern gleiche Entwicklungschancen, damit Menschen sich sehr unterschiedlich entwickeln können.“

Jubilarehrung und Festveranstaltung 125 Jahre SPD

Die Tagespolitik ließ Schneider wie auch die weiteren Festredner trotz Wahlkampf-Hochzeit zu weiten Teilen außen vor. Eine Mahnung gab er den Lüdenscheider Genossen für die letzte Woche vor der Wahl auf den Weg – „es gibt keinen Anlass zur Selbstzufriedenheit“ – aber er machte zugleich Mut: „Sie können in dieser nächsten Woche mit Selbstbewusstsein auf die Menschen zugehen.“

Den Ausklang des großen Abends der SPD gestaltete schließlich das Mönchengladbacher Ensemble FammFatall, das es aber als letzter Programmpunkt nach vier Stunden geballter Information und warmem Buffet schwer hatte mit dem Publikum. - flo

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