100 Jahre Haus der Jugend: Festakt und Sommerfest

LÜDENSCHEID ▪ Mit einem Sommerfest und einem unterhaltsamen, geselligen Festakt feierten am Samstagnachmittag zahlreiche Kindergartenfamilien, Mitarbeiter und Jugendtreff-Besucher, aber auch viele Vertreter aus Rat und Verwaltung das 100-jährige Bestehen der Einrichtung Haus der Jugend. 1910 als evangelisches Jugendheim errichtet, ist es seit 100 Jahren ein Ort der Begegnung, ein Ort, an dem sich Kinder und Jugendliche aller Nationalitäten treffen.

Superintendent Klaus Majoress vom evangelischen Kirchenkreis erinnerte an die Anfänge und wagte einen Blick zurück in die Jugend vor 100 Jahren. „Das Leben war von Strenge gekennzeichnet, Liebe und Freude gab es nicht, Weichheit war verpönt.“ Bürgermeister Dieter Dzewas berichtete von der Enteignung im Jahr 1936. „Der braune Geist herrschte bis 1945, dann wurden 80 Flüchtlinge im Haus der Jugend beheimatet.“ 1950 wurde es zum Kinderhort, 1956 zum Haus der Jugend, in dem vielschichtige Aktivitäten wie Tanzabende, Sportveranstaltungen oder Podiumsdiskussionen veranstaltet wurden. Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Hermann Morisse, erinnerte an die politische Diskussion um ausreichend Kindergartenplätze. 1993 wurde die Kindertagesstätte Haus der Jugend eröffnet. Er lobte die hochwertige, interkulturelle Arbeit in einem Stadtteil, in dem viele Menschen Migrationshintergrund haben.

Die Kindergartenkinder führten mit musikalischer Unterstützung der Musikschule grenzenlos ein Medley aus dem vergangenen Jahrhundert auf und ernteten dafür tosenden Applaus. Grigorios Eleftheriou (alias Rio Leonidas) und Gjejladin Dollci (Puzzle) aus dem Jugendtreff Haus der Jugend hatten eigens für den großen Tag ein Lied für ihren Jugendtreff geschrieben und begeisterten mit einer Hip-Hop-Darbietung. Durch das Programm führten die Kindergarten-Leiterin Kerstin Peter und Dirk Rubin vom Kinder- und Jugendtreff.

Weitere Bilder von der Geburtstagsfeier

Bunt, gesellig und voller Leben

Bei dem anschließenden Sommerfest gab es für die Kinder kein Halten mehr. Sie konnten sich auf der vom Kinderschutzbund zur Verfügung gestellten Rollenrutsche oder Hüpfburg austoben, zudem gab es einen Hindernisparcours und jede Menge Spielstationen, die die Kinder mit einer Laufkarte absolvieren konnten. Der Stelzenmann bastelten im Minutentakt Luftballonfiguren. Für die Verpflegung war mit Kuchen, Gegrilltem und Salaten gesorgt.

Zugunsten des Fördervereins wurden limitierte Siku-Sprinter mit Druck „100 Jahre Haus der Jugend“ verkauft. Abends fand im Saal ein geselliges Beisammensein für ehemalige Besucher und Mitarbeiter der städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen statt.

Neben dem Anschauen alter Bilder und eines kleinen Films bestand vor allem die Möglichkeit, sich in gemütlicher Runde über „alte Zeiten“ auszutauschen.

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