"Wir hier": 33 Jahre ehrenamtliche Arbeit

Die Kinder zeigten bunte Tänze in Originaltrachten. - Fotos: Alijah

Lüdenscheid - Es wurde ein buntes, fröhliches Fest mit dem griechischen Tanzverein Thrakien im Rahmen von „Wir hier“, das ein weiterer wichtiger Meilensein war in der Annäherung der Kulturen.

Viele griechische und etliche deutsche Gäste waren gekommen und genossen ein buntes Programm mit Vorträgen, Grußworten und Ansprachen, Tänzen und Livemusik sowie kulinarischen Leckerbissen aus der griechischen Heimat, zubereitet von Mitgliedern des Vereins.

Als Ehrengast wurde Erzpriester Polyefctos Georgakakis der Lüdenscheider griechisch-orthodoxen Kirche St. Irini-Nektarios begrüßt, dazu Professor Theofanis Markidis von der Democritus University of Thrace in Griechenland, der den Anwesenden die Kulturlandschaft Thrakiens in seinem Referat näher brachte. Grußworte gab es von Museumsleiter Dr. Eckhard Trox sowie dem Vorsitzenden des Tanzvereins Athanasios Moutafis. Moutafis skizzierte die Historie des Vereins ab der Gründung 1980: „Griechischen Migranten suchten einen Ort, an dem sie Sitten und Gebräuche aus der Heimat pflegen und an künftige Generationen weitergeben können“. 1986 wurden erste Originaltrachten aus einer kleinen, thrakischen Provinz angeschafft. Später entwickelten sich enge Freundschaften, die Familien wuchsen zusammen. Bald begann der Verein, nach außen zu wirken, Kontakte zu knüpfen, Ausflüge zu organisieren. „33 Jahre Tanzverein, das bedeutet 33 Jahre ehrenamtliche Arbeit mit viel Energie und Motivation, Kultur und Tradition“, war das Resümee des Vorsitzenden.

Mit schwungvollen Tänzen zeigte die Kinder- und Jugendtanzgruppe unter Applaus der Anwesenden, was sie seit vielen Jahren von Tanzlehrer Yanni Chatzoubis im wöchentlichen Unterricht gelernt hat. Auch die Frauengruppe bot Tänze dar. Stimmungsvolle, musikalische Impressionen zu typisch griechischem Leben gab es mit Angelos am Keyboard, Kostas an der Bouzouki sowie Christos an der Klarinette, die als Band „Thrakiotes“ in vielen Volksliedern und Eigenkompositionen von Liebe und Tod, Ackerbau und Viehzucht, Festen, Feiern und dem täglichen Leben in der Heimat sangen. Nach dem offiziellen Teil ging das Fest mit Souflaki und Kuchen, Getränken, Musik und Tanz weiter.

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