Ein Jahr der Wühlerei ist zu Ende

LÜDENSCHEID ▪ Ein Jahr Wühlerei auf dem Außengelände der Schule an der Höh, Bonhoeffer-Straße, ist zu Ende: 2000 Kubikmeter Boden bewegt, 120 Tonnen Natursteinblöcke eingebaut, 350 Meter Zaun gezogen, 1900 Quadratmeter Rasen eingesät und 800 Quadratmeter Wege und Plätze gepflastert.

Für die Schützlinge von Sonderschulrektor Jürgen Rittinghaus und seinen Kollegen sind die Zahlen aber unwichtig. Auch dass Landrat Thomas Gemke zur offiziellen Eröffnung der rund 300 000 Euro teuren Spiel- und Sportanlage gekommen war oder der Schulaufsichtsbeamte Jürgen Maaß die Maßnahme als „großzügig im Sinne der Pädagogik“ lobte – die Kinder hielt es beim offiziellen Teil der Eröffnungsfeier trotz schöner Lieder der Schülerband „Höhenflug“ kaum auf ihren Stühlen.

Allzu lange spannten die Offiziellen die Kinder aber nicht auf die Folter. Und so nahmen die Mädchen und Jungen ihre neue Außenanlage am späten Vormittag unter lautem Gejohle in Besitz, testeten die zehn Meter lange Hangrutsche, lümmelten in stabilen Hängematten und turnten auf der Kletterspinne und bekamen gar nicht richtig mit, wie Landrat Gemke das symbolische rote Band zerschnitt und das Terrain seiner Bestimmung übergab.

Schulleiter Rittinghaus hob in seiner Dankesrede vor allem die Leistung des „Vaters“ der neuen Außenanlage hervor. Landespfleger Wolfgang Graeber vom Märkischen Kreis habe „mit Leib und Seele“ für das Projekt – finanziert aus dem Konjunkturpaket II – gearbeitet und seine Entscheidungen stets in enger Abstimmung mit der Schule getroffen. Der Kreis habe „vorbildhaft“ etwas für die Förderung der Bewegungsfähigkeit der Kinder geleistet.

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