Ein Platz in der Mitte der Stadt mit vielen Namen

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1960 begann man mit dem Bau des neuen Rathauses.

Lüdenscheid - Gerhard Geisel und Dietrich Leutloff begleiten die Leser unserer Serie „Alt-Lüdenscheid“ auf einem Rundgang durch die Stadt. Sie zeigen Anblicke, die es so nicht mehr gibt. Die neunte Station beschäftigt sich mit der Geschichte des heutigen Rathausplatzes.

Rundgang durch Alt-Lüdenscheid:

Gerhard Geisel und Dietrich Leutloff begleiten die Leser unserer neuen Serie „Alt-Lüdenscheid“ auf einem Rundgang durch die Stadt. Sie zeigen dabei Anblicke, die es so nicht mehr gibt. Viele der Häuser sind lange abgerissen, andere Ausblicke mit neuen Häusern zugebaut. Die Bilder stammen aus dem LN-Archiv, dem Stadtarchiv und der Sammlung Schumacher, die Texte in gekürzter Form aus dem Buch „Die Lüdenscheider Straßennamen“ (ISBN: 9783981332513 ).

Seit 1905 hat der heutige Rathausplatz mehrfach seinen Namen, aber bis 1951 sein Aussehen nur unwesentlich geändert. Er wurde (C)Karlsplatz, Adolf-Hitler-Platz, Karl-Marx-Platz, Marktplatz, schließlich Rathausplatz genannt.

1951 fiel das einzigartige Baudenkmal Haus Dicke der Spitzhacke zum Opfer. Zum Zeitpunkt des Abrisses kursierte in Lüdenscheid das Gerücht, Elefanten eines gastierenden Zirkus kämen bei den Abbrucharbeiten zum Einsatz. Viele Lüdenscheider zog es zur Knapper Straße, um sich das Schauspiel anzuschauen. Vergebens, wie man weiß.

Dort, wo Haus Dicke stand, befand sich dann eine Grünanlage, in der der „Große Wächter“ von Georg Kolbe stand, die restliche Fläche des Platzes diente als Parkplatz.

Die Parkfläche neben dem Rathaus blieb erhalten.

Die zweite große Veränderung des Platzes begann im Jahr 1960 mit dem Baubeginn des neuen Rathauses. Das Hauptgebäude konnte 1964, der Seitenflügel 1965 bezogen werden. Während der Bauarbeiten musste der Wochenmarkt ausweichen; zunächst zum Schützenplatz Loh, dann ab Dezember 1960 zur Weststraße. Unschwer kann man erkennen, dass die große Parkfläche neben dem Rathaus erhalten geblieben war.

Die nächste grundlegende Veränderung des Platzes trat durch den Bau des Rathaustunnels, der 1973 fertig gestellt wurde, ein. Die auf dem Platz befindlichen Pavillons verschwanden. Ein neues Kapitel wurde aufgeschlagen. Der Rathausplatz erhielt Gebäude mit Pultdächern und einige sehr umstrittene Kunstwerke.

Der Beginn der letzten Neugestaltung des Platzes liegt kaum zehn Jahre zurück. „Edle“ Platten aus Chinagranit bilden nun den Bodenbelag, eine mehrreihige Allee aus Platanen gibt ihm ein freundliches Bild.

 

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