Jahnplatz: Kita und Wohnungen statt Freizeitstätte

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Blick in die Zukunft: SPD-Politiker und Anwohner informierten sich jetzt über die Baupläne für den alten Jahnsportplatz. Die dortige Skaterhalle bleibt allerdings auch fortan erhalten.

Lüdenscheid - Eine historische Lüdenscheider Freizeitstätte verschwindet endgültig von der Bildfläche. Viele Jahrzehnte gehörte der Jahnplatz dem heimischen Sport. In der jüngeren Vergangenheit lag das Gelände indes brach.

Die Idee aus Politiker-Reihen, dort einen Mehrgenerationen-Spielplatz zu schaffen, scheiterte bekanntlich an massivem Bürgerprotest. Inzwischen aber kündigen angerollte Bagger und Erdarbeiten den Wandel an. Auf der Fläche sollen eine Kindertagesstätte sowie Wohnbauten entstehen.

Es ist ein Plan, der das Interesse der Bevölkerung weckt. Deshalb hatte der SPD-Ortsverein Lüdenscheid-West/Brügge jetzt zu einer Begehung des Areals eingeladen. Rund 25 Bürger waren dazu erschienen, darunter viele Anwohner. Für Auskünfte stand Edgar Weinert bereit. Als städtischer Fachdienstleiter für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften klärte er auch über die Grundzüge des Vorhabens auf.

Demnach wird der Jahnplatz in Zukunft von drei architektonischen Komplexen geprägt sein: von einer Kindertagesstätte, von einer großen Außenwohngruppe des Johannes-Busch-Wohnverbunds sowie von vier Einfamilienhäusern. Dazwischen soll dann noch ein öffentlicher Spielplatz liegen.

Die Lüdenscheider Immobilienfirma Rothmann und ein privater Investor aus dem Kreisgebiet sollen dabei den zweistöckigen Kita-Bau realisieren, den der künftige Träger dann anmieten soll. Betriebsbereit könnte die Kita laut Weinert im Herbst nächsten Jahres sein.

Das Gebäude des Busch-Wohnverbunds, dessen Träger das Evangelische Johanneswerk ist, soll über 24 Appartements für junge Behinderte verfügen. Die Skizzen, die Edgar Weinert aus der Tasche holte, zeigen einen quader- bis quadratförmigen Bau mit drei Etagen, der Weinert zufolge aber erst nach 2016 bezugsfertig sein wird.

Besagte Einfamilienhäuser sollen zunächst den Mitarbeitern der Kita und der Behinderten-Wohnanlage angeboten werden. Für die Grundstücke erwartet die Stadt einen Mindestquadratmeterpreis von 135 Euro. Zum Vergleich: Für das angepeilte Neubaugebiet am Vogelberger Spielplatz sind Quadratmeterpreise von bis zu 200 Euro im Gespräch.

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