Aus IT-Consulting wird IT Südwestfalen AG

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Jens Braeuker (2.v.r.) wurde bei der praktischen Umsetzung der Umfirmierung zur AG von einem Team aus den Reihen der Mitarbeiter unterstützt.

Lüdenscheid - Viele „Fabriksken“ in der jüngeren und älteren Lüdenscheider Geschichte haben als Ein-Mann-Betrieb angefangen, sind nach und nach gewachsen und haben irgendwann vor der Entscheidung gestanden, ihrem Unternehmen eine andere Struktur zu geben. Die GmbH, die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, ist in der Region häufig vertreten.

Jens Braeuker, seit fast 15 Jahren als Einzelunternehmer der Kopf bei IT-Consulting, hat sich für eine andere Form entschieden: Zum 1. April wurde aus seiner Firma die IT Südwestfalen AG – also eine Aktiengesellschaft.

Aus dem Firmeninhaber Jens Braeuker ist damit der Vorstand der AG geworden, der bei seinen Entscheidungen von einem dreiköpfigen Aufsichtsrat beraten wird. Dessen Mitglieder sind externe Experten aus verschiedenen Bereichen. „Der Gründungsprozess war sehr spannend“, erklärt Braeuker. Der Aufwand für eine AG sei deutlich größer als der für eine GmbH. Aber für ihn sei das die optimale Lösung gewesen, da er als Ziel eine mögliche Beteiligung der Mitarbeiter anstrebt. Solche AGs gebe es in der Region zwar nicht so häufig, in der IT-Branche seien sie aber verbreitet.

An der täglichen Arbeit im Unternehmen und bei der Dienstleistung für die Kunden ändere sich nichts. Die IT Südwestfalen AG bleibe IT-Dienstleister insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen und für die öffentliche Hand. Es werden auch keine Anteilseigner gesucht. Im Gegenteil: Zunächst bleibt Braeuker 100-prozentiger Inhaber. Etwa für 2017 plant er, Mitarbeitern des Unternehmens Anteile in Form von vinkulierten Namensaktien anzubieten. Das heißt, Firmenanteile werden nicht am freien Markt veräußert, sondern können nur mit Zustimmung der AG weiter verkauft werden. Für Braeuker, der aktuell 26 Mitarbeiter, davon fünf Auszubildende, beschäftigt, dient dieser Schritt vor allem der Zukunftssicherung des Unternehmens. Er möchte nicht zuletzt für qualifizierte Fachkräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein und unter anderem die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen stärken.

Bei der praktischen Umsetzung stand Braeuker ein Team zur Seite, das sich um sämtliche Details, die mit einer solchen Umfirmierung einhergehen, kümmerte. Von der Gestaltung neuer Visitenkarten bis hin zur neuen Ausßenwerbung musste vieles an den neuen Firmennamen angepasst werden. - Von Bettina Görlitzer

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