Vier Interessenten für Heba Druckguss

Heba Druckguss an der Talstraße: Nach dem Insolvenzantrag laufen inzwischen Gespräch mit möglichen Investoren.

Lüdenscheid - Für die Heba Druckguss an der Talstraße bestehen nach dem Insolvenzantrag von Anfang Juli Chancen zur Rettung. Es gebe vier Interessenten zur Übernahme. Ein Investorengespräch fand gestern statt, ein weiteres sei für Mittwoch terminiert, sagte auf LN-Anfrage Rechtsanwalt Dr. Norbert Wischermann, Schwelm, als vorläufiger Insolvenzverwalter.

Kunden, die auch nach dem Insolvenzantrag die Fortführung der Produktion gesichert hätten, stünden auch weiter zum Unternehmen. Damit sei zunächst für diesen Monat die Fortführung der Arbeit nach einem Produktionsplan gesichert.

Kündigungen habe er als Insolvenzverwalter daher bislang nicht aussprechen müssen. Die Freistellung von sieben bis acht Beschäftigten sei jedoch nicht ausgeschlossen. Nach mehreren Eigenkündigungen seien zurzeit 80 Mitarbeiter bei Heba beschäftigt.

Aktuell erwarte er den Beschluss zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das zuständige Insolvenzgericht in Hagen. Das Gutachten sei in der vergangenen Woche zugestellt worden, so Dr. Wischermann weiter, der sich zuversichtlich zeigt, die Firma noch in diesem Monat übertragen zu können.

Abhängig sei dies vom Kaufpreis und der Zustimmung der beteiligten Banken, an die der moderne Maschinenpark sowie Rohmaterial und Waren als Sicherheit übertragen worden seien.

Heba war unter Druck gekommen durch das Wegbrechen von Aufträgen größerer Kunden. Der überwiegende Teil der Produktion geht in die Automobilindustrie. - flo

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