Neuer Stadtturm wird 39 Meter hoch

Investor Terragon will P&C abreißen und Residenz am Sternplatz bauen

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Der erste Entwurf zeigt die neue Seniorenresidenz am Sternplatz. 

Lüdenscheid - Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Der Berliner Investor Terragon will die P&C-Immobilie abreißen und am zentralen Platz der Stadt Seniorenwohnungen bauen - inklusive Wellnessbereich und Concierge. 

Zur Stunde stellen Vertreter der Terragon AG aus Berlin ihre Pläne für die Nachnutzung der leerstehenden Immobilie von Peek & Cloppenburg am Sternplatz (Wilhelmstraße 2 bis 10) im Bauausschuss vor. Das P&C-Gebäude gilt als eine von drei Schrottimmobilien in der Lüdenscheider City neben Sauerland-Center und Forum. 

Zwar ist die Terragon nach eigenen Angaben noch kein Eigentümer der Immobilie, die Verhandlungen sind aber weit fortgeschritten. Mit Einverständnis von Peek & Cloppenburg konnten die Pläne entwickelt und am Mittwoch auch öffentlich präsentiert werden. 

Terragon AG ist führender Anbieter für Servicewohnen für Senioren in Deutschland

Seit vergangenen Oktober sind Terragon und Stadt Lüdenscheid in Gesprächen. Das Innenstadt-Projekt ist für Terragon - nach eigenen Angaben führender Projektentwickler für Servicewohnen für Senioren in Deutschland - Neuland. Es soll nach eigenen Angaben ein Referenzobjekt für ähnliche Projekte in Mittelstädten - ähnlich wie Lüdenscheid - werden. 

Neuer Stadtturm hat eine Höhe von 39 Metern

Was ist also konkret vorgesehen, nachdem das alte Gebäude abgerissen worden ist? Die bisherigen, noch nicht abschließenden Entwürfe des Architekten Alexander J. Pithis (Stephan Höhne Gesellschaft von Architekten mbH) sehen ein mehrgeschossiges Gebäude mit Turm vor, das sich an den umliegenden Bauhöhen orientiert. Der Turm hat eine Höhe von 39 Metern. 

Mietwohnungen werden ab circa 20 Euro pro Quadratmeter angeboten

Unter dem Titel "Seniorenresidenz Wilhelmstraße 2" plant die Terragon Vier-Sterne-Wohnungen mit Serviceangeboten für die Generation 70 plus. 125 bis 150 Mietwohnungen mit einer Größe von 35 bis 80 Quadratmeter sollen es werden. Der Quadratmeterpreis wird nach bisherigen Berechnungen bei rund 20 Euro pro Quadratmeter liegen, zuzüglich einer Servicepauschale von 400 bis 500 Euro. 

Dafür müssten sich die Mieter aber um nichts mehr kümmern, argumentieren die Projektentwickler. Handwerker, Reinigung und weitere Serviceangebote sind inklusive, darunter auch die Nutzung des residenzeigenen Wellnessbereichs mit Sauna, Fitnessstudio und Schwimmbad und ein Conciergeservice im großzügigen Foyer. 

Terragon: großer Bedarf nach betreutem Wohnen im Märkischen Kreis

Die Voruntersuchung der Terragon Research hatte für Lüdenscheid und die umliegenden Städte im Märkischen Kreis eine hohe Nachfrage nach betreutem Wohnen ermittelt. Rund 3.000 Wohnungen fehlen demnach. Die heimische Bevölkerung über 70 Jahre gilt im Bundesvergleich als ausgesprochen einkommensstark. 76 Prozent aller über 70-Jährigen könnten sich Wohnausgaben von 1.000 Euro im Monat leisten. 

Auf rund 3.300 Quadratmetern Grundstücksfläche sollen rund 15.000 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche entstehen. Herzstück der Anlage ist dabei ein parkähnlich angelegter Innenhof mit 1.000 Quadratmetern Fläche, der nicht überbaut werden soll. Es gibt zwei Dachterassen, die der Projektentwickler "Roofgarden" nennt. Die übrigen Dachflächen werden begrünt. 

Im Erdgeschoss sind Restaurant und Einzelhandel geplant

Im Erdgeschoss sind hin zur Altenaer Straße ein Gemeinschaftsraum inklusive Bibliothek sowie ein Restaurant geplant, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Im Bereich Wilhelmstraße sind drei Einzelhandelsflächen vorgesehen. Auf rund 500 Quadratmetern entsteht zudem ein Tagespflegeangebot. Ob es eine Tiefgarage geben wird, ist noch nicht klar. 

Der Zeitplan ist sportlich. Vorausgesetzt der Rat heißt am kommenden Montag die Pläne gut, will Terragon die Verkaufsverhandlungen mit Peek und Cloppenburg zügig abschließen. Anschließend soll der Gestaltungsbeirat der Stadt beteiligt werden. Es folgt der Bauantrag. 

Der Abriss könnte nach den Planungen bereits im kommenden Jahr beginnen. Der Investor geht von einer zweijährigen Bauzeit aus. Das Investitionsvolumen beträgt nach Terragon-Angaben circa 40 Millionen Euro. Kosten für Grunderwerb und Abbruch kommen hinzu. 

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