Nach Verkauf der Brügger Häuser

Wut auf Investor: Linke debattieren über Hausbesetzungen in Lüdenscheid 

+
Die Häuser in Brügge. 

Lüdenscheid – Als Protest gegen den privaten Investor diskutieren die Lüdenscheider Linken die Besetzung der Eisenbahner-Häuser in Brügge. Allerdings stehen sie noch vor ganz praktischen Problemen.  

Eigentlich sollte es um den „Mietenwahnsinn“ in Nordrhein-Westfalen allgemein gehen. Doch die aktuellen Vorgänge rund um die an einen Privatinvestor verkauften alten Brügger Eisenbahner-Häuser drückten auch der jüngsten Diskussionsrunde der Lüdenscheider Linkspartei ihren Stempel auf. Zumindest zeitweise. 

Gastrednerin im Linken Zentrum am Knapp: Nina Eumann, stellvertretende Landessprecherin der Linken in Nordrhein-Westfalen. Auch sie zeigte sich über die Situation in Brügge schon grob informiert. Die Abwehrfront stand dabei. 

Die Häuser sind teilweise in einem renovierungsbedürftigen Zustand. 

Soll heißen: Niemand an diesem Abend, der an der neuen Besitzerin der Eisenbahner-Häuser – der Bochumer Rhein-Ruhr-Invest – ein gutes Haar ließ. Angekündigte Mieterhöhungen und spärlicher Informationsfluss gegenüber den Mietern waren die Stichwörter. 

„Rücksichtslos“ und „nicht akzeptabel“ sei das Verhalten der neuen Eigentümer, „eben typisch für viele Privatinvestoren und ihr Renditestreben“. So der Tenor bei der Versammlung. Was aber konkret tun? 

Lesen Sie auch:  Erhöhung um 170 Prozent (!): 91-Jähriger soll neuen Vertrag unterzeichnen

Die Entfachung von öffentlichem Druck und die Einschaltung des Mieterbundes sind dabei die Empfehlungen der Linken. Außerdem geisterte auch die Idee der Besetzung von leerstehenden Eisenbahner-Wohnungen in Brügge durch den Raum – als plakative Protest-Form. 

Mehrere Gäste an diesem Abend konnten sich durchaus für ein solches Vorgehen erwärmen. Wenigstens theoretisch. Was die Umsetzung in die Praxis angeht, blieben indes zentrale Fragen unbeantwortet. Etwa die: „Wie käme man in die Wohnungen überhaupt rein?“ Oder die: „Wie sieht eigentlich die rechtliche Lage aus?“ Oder auch die: „Wer würde bei einer Besetzung denn mitmachen?“  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare