Kanalbau: „Bypass“ spart viel Geld

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Kanalbau am Wendelpfad Richtung Breitenfeld.

Lüdenscheid - Ein Abwasserbeseitigungskonzept ist ein Werk, das lebt.“ So erklärt Johannes Irle, zuständig beim Stadtentwässerungsbetrieb Lüdenscheid (SEL) für Kanalbau und -planung, eine spontane Baustelle am Wehberg.

Von der Wendeplatte am Ende des Wendelpfads über 110 Meter bis hin zum Breitenfeld hat die Firma Straßen und Tiefbau einen Kanal gelegt, um das hydraulische System im Wendelpfad selbst zu entlasten.

Die Baustelle selbst ist kaum störend, weil die am Rand einer bislang unbebauten Fläche und liegt und auf der anderen Seite zur Rückfront der Häuser am Hasenkamp.

Fitnesscenter in Planung

Der Clou dabei ist, dass die Maßnahme nach ursprünglichen Plänen ganz anders aussehen sollte. Um das Wasser auch aus dem Bereich Drostenstück abführen zu können, hätte eigentlich der Kanal im Wendelpfad aufgeweitet werden müssen auf der kompletten Länge von 460 Metern, wobei auch die neuwertige Fahrbahn hätte geöffnet werden müssen, wie Irle sagt.

Weil dort aber ein Grundstück den Besitzer gewechselt hat – LN-Informationen zufolge entsteht dort ein Fitness-Studio – ergab sich die Chance, die Entlastung des Systems praktisch als „Bypass“ in das Gelände zu legen und zugleich einen erforderlichen Hausanschluss herzustellen, wie Josef Lorkowski,Technischer Vorstand des SEL, erklärt. Statt 2016 erfolgte die Investition bereits in diesem Jahr und letztlich auch zur Freude des Gebührenzahlers. Jetzt kommt man mit 80 000 Euro zurecht, ursprünglich war etwa das Vierfache kalkuliert. - flo

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