Internet-Betrüger in Augsburg zu vier Jahren Haft verurteilt

AUGSBURG/LÜDENSCHEID - Mehr als ein Jahr nach der Zerschlagung von mehreren betrügerischen Online-Shops ist ein Lüdenscheider am Montag in Augsburg zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Das Gericht befand den 30-Jährigen aus Lüdenscheid des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs und Computerbetrugs für schuldig. Die Verteidigung hatte eine Beschränkung der Strafe auf drei Jahre Haft verlangt, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Ein mitangeklagter 36-Jähriger wurde zu zwei Jahre Haft auf Bewährung verurteilt. Bereits zuvor war eine 30-jährige Frau zu einer eineinhalbjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Der Prozess gegen den Hauptangeklagten aus Essen geht noch weiter. Die Staatsanwaltschaft warf den Angeklagten vor, zu Betrugszwecken rund 190 Online-Shops eingerichtet zu haben. Mehrere Jahre lang sollen sie gegen Vorkasse Waren im Wert von mehr als 1,1 Millionen Euro verkauft haben - ohne die Artikel jemals zu liefern. Es geht um rund 2050 Fälle. Alle vier Angeklagten kommen aus Nordrhein-Westfalen. Im Mai 2011 hatte es eine bundesweite Durchsuchungsaktion und Festnahmen gegeben.

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