Spendengeld in die digitale Zukunft investiert

Internet für alle: Schule im MK hat jetzt W-Lan, aber kaum Endgeräte

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W-Lan im ganzen Schulgebäude: THR-Schulleiterin Christiane Langs-Blöink mit Stellvertreter Torsten Müller (links) und Marcel Nüsgen von der Bürgerstiftung.

Lüdenscheid -  Zum modernen Lernen gehört die Digitalisierung. Doch noch lange sind die Schulen in Lüdenscheid dafür nicht ausgerüstet. Die Schulleitung der Theodor-Heuss-Realschule (THR) hat darauf bereits 2015 reagiert und sich eine Spende der Bürgerstiftung der Sparkasse zu Nutze gemacht. 

Seit Anfang 2019 verfügt das gesamte Schulgebäude über W-Lan. Und das bringt bereits jetzt einige Vorteile mit sich, wie Schulleiterin Christiane Langs-Blöink sagt.

Zwar soll in den nächsten Jahren in den digitalen Ausbau der Schulen investiert werden, „aber die öffentlichen Kassen sind knapp“, sagt Langs-Blöink. „Wir wollten das Geld nachhaltig investieren.“ Zum Hintergrund: 2015 vergab die Bürgerstiftung eine zweckgebundene Spende in Höhe von einer halben Million Euro. Aufgeteilt wurde die Summe auf 34 Schulen in Lüdenscheid, Schalksmühle, Halver und Herscheid. „Die jeweilige Summe haben wir an der Schülerzahl festgemacht“, sagt Marcel Nüsgen als Geschäftsführer der Bürgerstiftung.

Die THR erhielt 26 000 Euro. „Die Schulen sollten festlegen, welches Projekt sie umsetzen wollen“, erklärt Nüsgen. Die THR investierte es vollständig in den W-Lan-Ausbau, um „die technische Grundlage zu legen“, wie Langs-Blöink und Stellvertreter Torsten Müller sagen. Sicherlich habe es auch viele andere Baustellen gegeben, doch mit Blick in die Zukunft sei der W-Lan-Ausbau ein wichtiger Schritt gewesen und wegen der hohen Kosten sonst nicht möglich.

Die Umsetzung dauerte lange, denn nach der Ausleuchtung des Gebäudes zur Prüfung fanden Bauarbeiten statt, um etwa Kabel zu verlegen. Das geschah außerhalb der Schulzeiten, um den Unterricht nicht zu stören.

Zwar fehlen noch Endgeräte, „uns wurde bisher ein Satz Laptops gespendet und wir haben einige W-Lan-fähige Beamer angeschafft – für 700 Schüler reicht das aber noch nicht“. Dennoch profitiere die Schule bereits jetzt vom W-Lan: Privaten Zugang mit ihren Handys erhalten die Schüler zwar nicht, die Arbeitsmittel werden von der Schule gestellt. Aber sie können für sie personalisierte Pläne über eine App und einen Webbrowser abrufen. Das gilt auch für Eltern und Lehrer. 

Dort werden die eigenen Stundenpläne angezeigt, Hausaufgaben aktualisiert und bald auch Klassenbücher eingerichtet – alles digital. „Als der Sturm war, haben wir auch über die App die Info verbreitet, dass die Schüler zuhause bleiben sollen, und damit auch alle erreicht“, sagt Langs-Blöink. Der W-Lan Ausbau sei ein erster und wichtiger Schritt, „aber am Ende sind wir damit noch lange nicht“.

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