"Interne Maßnahmen" nach dreistem Kita-Diebstahl

LÜDENSCHEID - Das dreiste Vorgehen des unbekannten Diebes in der katholischen Kindertagesstätte St. Petrus und Paulus an der Berliner Straße sorgt jetzt für „interne Maßnahmen“ zur Sicherung.

Das berichtete der Zweckverbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen. Wiebke Niemeier, Sprecherin des Kita-Zweckverbandes, bat auf LN-Anfrage um Verständnis dafür, dass Art und Ziel dieser Maßnahmen nicht öffentlich beschrieben werden könnten. „Für alles weitere ist ohnehin die Polizei zuständig.“ Der Dieb hatte sich am Dienstagmorgen in der Kita Straße als Vater eines Kita-Kindes ausgegeben und Zutritt verschafft.

Allerdings sei festzustellen, dass heute, gerade was Einbrüche in Kindergärten angeht, vieles passiere, „was vor 20 Jahren noch undenkbar war“. Die Kita als Schutzraum für kleine Kinder werde von Tätern offensichtlich nicht mehr akzeptiert, und dies gelte nicht nur für die Bergstadt. „Eingebrochen wird auch in anderen Städten, da ist Lüdenscheid beileibe kein Einzelfall.“

In der Bergstadt hatte es indes, wie berichtet, im September auch eine Brandstiftung im Kindergarten St. Rita gegeben. Ein Schirmständer samt Inhalt sowie ein darauf liegender Wäschekorb im Windfang des katholischen Kindergartens waren in Brand gesteckt worden. Kinder und Betreuerinnen blieben unverletzt, es entstand Sachschaden in Höhe von 3000 Euro. Wenige Wochen später fand sich zudem ein ausländerfeindliches Hetzschreiben im Briefkasten der Einrichtung.

Weder in diesen Fällen noch im aktuellen konnte die Polizei bisher Fahndungserfolge vermelden. Allerdings liegen die Ermittlungsquoten auch bei den zuletzt wieder grassierenden Haus- und Wohnungseinbrüchen vergleichsweise niedrig.

Auch der Dieb, der Dienstagfrüh an der Tür der Kita an der Berliner Straße Sturm geklingelt und einer Erzieherin erklärt hatte, am Vortag etwas vergessen zu haben, ist noch unbekannt. Der südländisch aussehende Mann ist laut Beschreibung etwa 25 Jahre alt und nur 1,60 Meter groß. Er trug eine „bollerige“ Jeans und eine helle Sweatshirtjacke. Hinweise unter Ruf 02351/90 99 0 an die Polizei. - Thomas Hagemann

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