Internationaler Frauentag: Altersarmut im Mittelpunkt

Marlene Hildebrandt, Barbara Müller-Naendrup, Karin Schmidt, Wiebke Grüne und Ursel Kaußner (v.l.) laden zum Internationalen Frauentag am 8. März ins Bürgerforum ein

LÜDENSCHEID ▪ „Gerade jüngere Frauen müssen sich frühzeitig mit ihrer Versorgung im Alter beschäftigen. Sonst droht ihnen Altersarmut“, sagt Wiebke Grüne, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Deshalb rückt sie gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Karin Schmidt zum Internationalen Frauentag am 8. März in der zentralen Veranstaltung um 19.30 Uhr im Bürgerforum des Rathauses genau dieses Thema in den Mittelpunkt.

„Es ist uns wichtig, Frauen zu sensibilisieren, damit sie sich frühzeitig Gedanken darüber machen und – wenn möglich – Vorsorge treffen“, weiß auch Marlene Hildebrandt, bei der Agentur Mark für das Kompetenzzentrum Frau & Beruf zuständig.

Angesichts steigender Scheidungsraten könnten sich Frauen nicht mehr auf ihren Ehemann als „Versorger“ verlassen. Viele stiegen zudem nach ihrer Elternzeit gar nicht oder nur mit reduzierter Stundenzahl wieder in den Beruf ein. „Damit bleibt oft nur eine geringe Rente im Alter“, erklärt Wiebke Grüne.

Referentin des Abends ist die Diplomsozialwissenschaftlerin Barbara Eifert vom Institut für Gerontologie an der TU Dortmund, die die provokante Frage „Altersarmut bei Frauen – selbstgemacht?“ stellt. Es wird darum gehen, welche Faktoren in Lebens- und Erwerbsbiografien zur Alterarmut bei Frauen führen. Im Anschluss daran stehen die frauenpolitischen Sprecherinnen der Fraktionen zu einem Meinungsaustausch zur Verfügung. Für den musikalischen Rahmen sorgt der Frauenchor Cantabile. Die Ehrenamtbörse übernimmt die Bewirtung.

Die Lüdenscheider Soroptimistinnen werden sich am 21. März am Internationalen Aktionstag „Equal-Pay-Day“ beteiligen, kündigte Präsidentin Barbara Müller-Naendrup an.

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