Internationaler Bund verlässt Lüdenscheid

Lüdenscheid - Eine Ära endet: Der Internationale Bund (IB) wird sich aus Lüdenscheid und anderen Standorten im Märkischen Kreis zurückziehen. Das gab Dr. Klaus Striedter, IB-Programm-Geschäftsführer für den MK und den Kreis Olpe, in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses bekannt.

„Wir werden im Spätjahr 2014 unsere wirtschaftlichen Aktivitäten im Märkischen Kreis einstellen“, hieß es. Die Entscheidung fiel Anfang diesen Monats bei einer Vorstandssitzung des Vereins in Frankfurt am Main. Mehr als 11,000 Beschäftigte unterstützen nach IB-Angaben derzeit in 700 Einrichtungen an 300 Orten jährlich mehr als 350,000 Jugendliche und Erwachsene. Unter anderem das Auslaufen öffentlicher Maßnahmen – etwa das Förderprogramm „2. Chance“ – und das Versiegen staatlicher Mittel für Jugendsozialarbeit habe den Vorstand bewogen, sich unter dem Namen „Zukunftsprojekt II“ neu aufzustellen, sagte Striedter im LN-Gespräch.

Der IB ist seit 35 Jahren in Lüdenscheid aktiv. Bis zu acht hauptamtliche Mitarbeiter und weitere externe Kräfte leisten in der Einrichtung an der Sedanstraße und in der Freizeitstätte „Knast“ am Buckesfeld Sozial- und Migrationsarbeit für Jugendliche. Striedter lobte im Rückblick die stete „Fairness und das Wohwollen“ der städtischen Verantwortlichen.

Ausschussvorsitzender Hermann Morisse (Grüne) reagierte „mit großem Bedauern“ auf die Bekanntgabe des IB-Programm-Chefs. „Ich gehe davon aus, dass die Stadtverwaltung nun etwas unternimmt.“ In einem Jahr müssten Lösungen gefunden sein, so Morisse.

Olaf Moos

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