International anerkannte Street-Art-Künstler kommen nach Lüdenscheid

Kulturhauptstadt Lüdenscheid: Nach den Lichtrouten kommt „Paint the Wall“

Street-Art in Lüdenscheid Paint the Wall Willi und Söhne
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Initiatoren und Sponsoren trafen sich im Schatten des Street-Art-Kunstwerks an der Stirnseite des Rosengartens.

„Wir haben vor einer Viertelstunde den letzten Vertrag unterzeichnet. Das war eine ziemliche Herausforderung“, sagt der Architekt Linus Wortmann mit Blick auf die kunstvoll gestaltete Fassade an der Stirnseite des Rosengartens. Im Herzen der Stadt brachte der international aktive Street-Art-Künstler Falk Lehmann (Akut) ein gut 20 Meter hohes Kunstwerk in der vergangenen Woche auf die Wand von Strodel & Jäger. Fünf weitere werden im Rahmen der Aktion „Paint the Wall“ folgen.

Lüdenscheid - Die Street-Art-Werke sollen Lüdenscheid eine besondere Seele geben. „Die eindrucksvolle Veredelung übernimmt nicht irgendjemand, sondern eine Handvoll international bekannter Street-Art-Künstler“, sagt Matthias Czech, Vorsitzender des Vereins Willi & Söhne, der mit der Aktion die Vision 58 umsetzt und es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kunst- und Kulturszene seiner Stadt zu stärken. „Paint the Wall“ ordnet sich in eine ganze Reihe von Verbesserungs- und Verschönerungsprojekten ein, denn die Aktion ist Teil der „Vision 2020“. Hierbei handelt es sich um 70 unterschiedliche Zukunftsvorstellungen, die 2015 verfasst wurden, um Lüdenscheid besser und lebenswerter zu machen.

Spontaneität und Vernetzung sind die Stärken von Willis Söhnen. So habe das eine oder andere in der Vorbereitung nicht geklappt, aber insgesamt sei man auf dem Weg, hieß es am Donnerstagabend im Schatten der ersten Street-Art-Wand. Die Winkelgasse (Schubidu), die Moskop-Wand, die untere Thünentreppe, die rückwärtige Wand des Modehauses Adler und statt der ursprünglich vorgesehenen Hochstraße 7 nun die Fassade an der Parkpalette, wo früher das Café Eigenart beheimatet war, sind die weiteren Kunststandorte.

Der internation bekannte Street-Art-Künstler Falk Lehmann, der unter dem Pseudonym Akut firmiert, nahm als erster die Arbeit auf.

Rund eine Woche lang werden die Künstler an ihren Werken arbeiten. Die Eröffnung des „Paint the Wall“-Festivals ist für das letzte Oktober-Wochenende geplant. „Wobei Planung momentan schwierig ist“, sagt Czech mit Blick auf die explodierenden Infektionszahlen, „wir wollen einen Pop-Up-Store an der Wilhelmstraße einrichten, wo die Künstler ein paar ihrer Werke ausstellen können und Platz für Begegnungen bleibt. Aber ob man das dann noch darf, hängt von der geltenden Schutzverordnung ab.“ Zu den Corona-Unwägbarkeiten gehören auch geplante Führungen entlang der Kunstwerke.

Wir wollen einen Pop-Up-Store an der Wilhelmstraße einrichten, wo die Künstler ein paar ihrer Werke ausstellen können und Platz für Begegnungen bleibt.

Matthias Czech

Mit an Bord ist inzwischen auch der Lüdenscheider Lichtkünstler Tom Groll, der das eine oder andere Kunstwerk lichttechnisch in Szene setzen wird. Um den Traum von Willis Söhnen, „Paint the Wall“ Wirklichkeit werden zu lassen, zu realisieren, hat sich der Verein mit dem Lüdenscheider Stadtmarketing und verschiedenen Unternehmen aus der Region zusammengetan: „Wir konnten Partner aus der Gastronomie gewinnen, die sich um die Verpflegung der Künstler kümmern“, erklärt Wortmann. Auch Fachgeschäfte wie der Malerbetrieb Wieghardt, die Genossenschaft Maler-Einkauf oder die Arbeitsbühnenvermietung Steigermax sind Teil der innerstädtischen Kooperation. Sie beliefern die Künstler mit allerlei Material und Ausrüstung, die zur Kreation der Kunstwerke benötigt wird.

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