Intensive Gespräche beim Selbsthilfetag 2010

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Wie auf rohen Eiern: Kordula Lüttringhaus vom Lach-Yoga testet mit einer Brille die Sicht aus älteren Augen. ▪

LÜDENSCHEID ▪ An 22 Ständen präsentierten sich am Samstag die verschiedenen Lüdenscheider Selbsthilfegruppen – und viele Interessierte kamen ins Bürgerforum im Rathaus.

„Wir sind zum ersten Mal hier und nicht im Stern-Center“, sagte Dr. Wolfgang Schröder, Sozialdezernent und Vorsitzender des Fördervereins Selbsthilfezentrum. Schon zu Beginn konnte Mitorganisatorin Helga Moll viele Besucher begrüßen. Auch Bürgermeister Dieter Dzewas freute sich über die rege Resonanz und verdeutlichte den Stellenwert der Selbsthilfe in der kommunalen Politik. Volker Schmidt, Fachbereichsleiter des Gesundheitsamtes des Märkischen Kreises, ließ es sich auch nicht nehmen, den Selbsthilfetag 2010 zu besuchen. „Immerhin betreuen die Gruppierungen auch Bürger der Nachbarstädte“.

Mit der Wahl des Standortes sind sowohl Veranstalter als auch die Mitglieder des Trägervereins mehr als zufrieden: „Die Gespräche, die hier stattfinden, sind sehr viel intensiver als die im Stern-Center“, sagte Jürgen Quest vom Förderverein Selbsthilfezentrum. Die meisten Gruppen seien auch im Selbsthilfezentrum vertreten, doch auch denen, die außerhalb ansässig seien, solle eine Plattform geboten werden, um sich zu präsentieren.

Mehr als 50 ehrenamtliche Berater waren am Samstag auf den Beinen, um Interessierten Auskunft zu geben. Mit dabei waren unter anderem Osteoporose-Gruppe, das Märkische Brustzentrum, die Guttempler-Gemeinschaft „Bergstadt“, „Die Brücke“ Sterbe- und Trauerbegleitung, aber auch Lach-Yoga fand regen Zulauf. Damit die Besucher die einzelnen Selbsthilfe-Gruppen besser kennenlernen können und noch einen zusätzlichen Anreiz haben, wurde die Veranstaltung mit einem Gewinnspiel kombiniert. „Um die Rätsel zu lösen, müssen die Teilnehmer sich an jedem Stand informieren“, so Dr. Schröder. Die Preise wurden gestiftet von den Markthändlern der Stadt (200 Euro), vom Stern-Center (ein 100-Euro-Gutschein) und vom Reiseunternehmen Wietis, das eine Reise zum Weihnachtsmarkt nach Münster sponsorte.

„Wenn einmal eine Gruppe nicht zu finden ist, können Interessierte im Selbsthilfezentrum nachfragen. Dort bekommen sie auch Hilfe bei der Neugründung“, so Moll. - vera

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