Integrationsrat: Starke SPD-Liste

Lüdenscheid - 7,48 Prozent von fast 17 000 Wahlberechtigten (2010: 8646) haben am Sonntag ihre Stimme für die Integrationsratskandidaten abgegeben. Obwohl die Wahlbeteiligung damit prozentual gesunken ist (2010: 9,9 Prozent), haben mehr Wähler den Weg ins zentrale Wahllokal gefunden: 1268 (2010: 856). Grund für die drastisch gestiegene Zahl an Wahlberechtigten war eine Änderung der Gemeindeordnung, durch die der Kreis erweitert und auch auf eingebürgerte Deutsche ausgedehnt worden war. 1246 abgegebene Stimmen waren gültig. Stärkste Kraft auch hier: die SPD-Liste.

Mit einem Tagesseminar am 21. Juni werden die überwiegend neuen gewählten Vertreter auf ihre Aufgabe vorbereitet; dazu werde gesondert eingeladen, so Volker von Rüden, im Rathaus für Integrationsfragen verantwortlich. Das zentrale Wahllokal im Telekomgebäude habe durchaus auch zu Kritik geführt, hat von Rüden erfahren: „Viele fanden es umständlich.“ Die Erfahrung zeige zudem, dass immer wieder Wähler davon ausgingen, auch in ihrem Wahllokal wählen zu können, obwohl die Information auf der Wahlbenachrichtigung eindeutig gewesen sei. Ob man auf diese Weise unterwegs noch ein paar Wahlwillige verloren habe, lasse sich jedoch nicht feststellen.

Als nächstes müssen sich die Parteien jetzt noch einigen, wen sie aus ihren Reihen in den Integrationsrat entsenden. Vier Vertreter vervollständigen das Gremium.

Die acht Sitze im Integrationsrat verteilen sich wie folgt: Einzelbewerber Faruk Ince (8,11 Prozent); Ditib Lüdenscheid (26,32 Prozent): Zehra Kayis, Nesrin Emektar; WfL-CDU (23,68 Prozent): Evagelos Karavasilis, Sotirios Bulis; Internationale Liste der SPD (36,04 Prozent): Kalliopi Georgiadou, Tan Göbenli, Sandra Manß. - sum

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