Integration: Zuschüsse unter anderen Vorzeichen

LÜDENSCHEID ▪ Integration bedeutet nicht, sich auf die Pflege eigener Traditionen zu beschränken. Diese Ansicht hat sich der Integrationsrat auf seiner letzten Sitzung Anfang März zu eigen gemacht und sich einmütig dafür ausgesprochen, die städtischen Förderrichtlinien zur „nicht mehr zeitgemäßen“ Zuschussvergabe entsprechend zu ändern. Künftig, so hieß es damals und so heißt es jetzt wieder in der Vorlage für den Sozial- und Seniorenausschuss (tagt am 12. April, 17 Uhr, Ratssaal) wolle man eine stärkere „integrative Außenwirkung“ erreichen.

Daher sollen nach Auffassung der Verwaltung ab dem Haushaltsjahr 2012 Veranstaltungen und Projekte vorrangig gefördert werden, wenn sie „ethnienübergreifend konzipiert“ sind. Die Vereine, die Fördergelder wollen, müssen Kooperationen eingehen und sich an den Förderschwerpunkten orientieren, die der Integrationsrat gesetzt hat. Aktuell hat der sich für den Dreiklang „Sprache, Bildung, Integration“ entschieden. Wenn Referenten und Fachleute eingeladen werden sollen, sollten die möglichst von Institutionen oder Einrichtungen aus Lüdenscheid oder dem Kreisgebiet kommen. Grundsätzlich nicht förderwürdig sind Bewirtungs- oder Anschaffungskosten von Gebrauchs- oder Einrichtungsgegenständen. Der Fördertopf, um den es geht, ist mit 2080 Euro gefüllt.

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