Integration durch Ratsarbeit

LÜDENSCHEID  - " „Eigentlich“, findet Evangelia Kasdanastassi, „ist der Integrationsrat nicht mehr zeitgemäß.“ Die derzeitige Vorsitzende des Integrationsrates sieht die Entwicklung bereits weiter gehen: „Das kommunale Wahlrecht sollte für alle möglich sein.“

Gingen die Migranten in Parteien und ließen sie sich darüber in den Rat wählen, „dann könnte ein Integrationsausschuss aus der Mitte des Rates entstehen“. Bis dahin jedoch sei der Integrationsrat im Prinzip auf die Rolle eines Beratungsgremiums reduziert. Trotzdem bricht sie eine Lanze für die Wahl als solche, die ebenfalls auf den Super-Wahltermin, den 25. Mai, fällt. Ihr Motto fürs Wählen, aber auch für eine Kandidatur Interessierter lautet: „Es geht nicht darum, ob man Türke oder Grieche ist, sondern ob jemand etwas bewegen kann.“ Und das sei möglich, betont die SPD-Ratsfrau, die das Gremium in dieser Legislaturperiode geführt hat – „als Gesandte des Rates, aber aus der Mitte des Integrationsrates gewählt“. In der nächsten Legislaturperiode stehe sie dafür nicht zur Verfügung, kündigte sie an. Der ehrenamtliche Aufwand sei relativ hoch; sie möchte sich verstärkt auf andere politische Aufgaben konzentrieren. Gleichwohl appelliert sie an Kandidaten, sich zu melden. „Das ist alles nicht so einfach, das weiß ich“, sagt sie. „Aber manchmal ist die Realität viel einfacher. Da braucht man keine großen Konzepte, um Kleinigkeiten im Alltag umzusetzen.“ Genau darin sieht sie die Stärken des Integrationsrates: in der Vernetzung, in der Multiplikatorenfunktion, im direkten Kontakt zu Migrantengruppen. Daher bewege er hinter den Kulissen durchaus einiges. - sum

Infos zur Integrationsratswahl unter www.luedenscheid.de unter „Wahlen online“ sowie am Infotag 6. März, 18 Uhr, Bürgerforum.

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