Kunden helfen heba – Zukunft ist offen

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Es wird weiter gearbeitet bei heba Druckguss an der Talstraße. Kunden stützen das Unternehmen.

Lüdenscheid - Die Produktion laufe, die Gehälter der Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld gesichert. Eine Reihe bedeutender Kunden habe zugesichert, die Aufträge beim Unternehmen zu lassen und beteilige sich daran, die nötige Liquidität herzustellen, um Betriebsmittel zu beschaffen.

Das sind die zentralen Aussagen zum Stand bei heba Druckguss an der Talstraße, für die der Rechtsanwalt Dr. Norbert Wischermann, Schwelm, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden ist.

„Der Betrieb ist von der Qualität her gut, der Maschinenpark modern“, sagte Dr. Wischermann im Gespräch mit den LN. Er habe in der Mitarbeiterversammlung zudem den Eindruck gewonnen, die Beschäftigten stünden weiter zum Unternehmen, das in der vergangenen Woche Insolvenz hatte anmelden müssen.

Aufträge weggebrochen

Hintergrund seien rückläufige Aufträge größerer Kunden gewesen mit dem Ergebnis, dass heba nicht mehr liquide war. Damit habe das Unternehmen deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Zwei Tage war der Strom abgeschaltet, was beim Hersteller von Druckgussteilen dazu führte, dass auch die Öfen nicht mehr liefen. Die Fortführung der Produktion sei aber überlebenswichtig für den Betrieb.

Suche nach Investoren

Über die Zukunft des Unternehmens, das aktuell 89 Mitarbeiter zählt, wollte Dr.Wischermann keine Aussagen treffen. Gearbeitet werde aktuell durch die Hilfe der Kunden, doch „alleine wird heba es nicht schaffen“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter auch deutlich.

Ziel werde es sein, in den nächsten zwei bis drei Wochen auf die Suche nach Investoren zu gehen, die bei heba einsteigen – in welcher Form, ob als Übernehmer oder Teilhaber, sei noch völlig offen. Dazu würden gezielt auch Mitbewerber angesprochen.

Schon einmal hatte heba in Schwierigkeiten gesteckt. Das Unternehmen war nach der Insolvenz der Vorgängefirma Hesse & Bauckhage im Rahmen einer „übertragenden Sanierung“ durch ein Management buy-out aus dem Kreis der Mitarbeiterschaft neu aufgestellt worden. Rund 80 Prozent der Fertigung gehen in die Automobilindustrie.

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