Nach Gerry Weber

Insolvenz droht: Shop im Stern-Center betroffen

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Das Stern.Center in Lüdenscheid

Lüdenscheid – Nach der Filiale von Gerry Weber, deren Aus nach Unternehmensangaben zum 30. November beschlossen ist, droht nun einem weiteren Mieter des Stern-Centers das Aus. 

In einem Schutzschirmverfahren will die Sport Voswinkel GmbH & Co. KG das Unternehmen retten. Doch die Chancen stehen schlecht. Ein Insolvenzverfahren droht. Voswinkel betreibt deutschlandweit 74 Filialen, darunter den Shop im Lüdenscheider Stern-Center. 

Zwar hat der Sachverwalter, der die Interessen der Gläubiger vertritt, einer Verlängerung der „Sanierung in Eigenverwaltung“ bis Ende Juli zugestimmt. Unternehmenssprecher Veit Mathauer kündigte gegenüber unserer Zeitung aber an, dass voraussichtlich Ende Juli ein Insolvenzverfahren eröffnet wird – „wenn sich nicht noch eine andere Lösung auftut.“ 

Die andere Lösung könnte ein Investor sein. Doch bislang fand sich niemand, der die Sporthandelskette als Ganzes retten wollte. Bis Mittwoch waren Kaufinteressenten aufgefordert, Gebote für einzelne oder alle Filialen abzugeben. Ergebnisse der Verkaufsrunde wurden zunächst nicht bekannt. 

In Lüdenscheid sind nach Unternehmensangaben 16 Mitarbeiter – zumeist in Teilzeit – beschäftigt. Seit April bangen sie um ihre Arbeitsplätze. Gewissheit wird es laut Aussage des Unternehmenssprechers aber auch in einem möglichen Insolvenzverfahren nicht geben. Die Filialen blieben voraussichtlich auch nach dem 31. Juli geöffnet. 

Gerry Weber muss schließen

Im April hatte Intersport Voswinkel ein Schutzschirmverfahren eingeleitet. Wichtigster Baustein ist das Sanierungskonzept. Ursprünglich sollte dieses Konzept bereits Ende Juni greifen. So lange war auch das Insolvenzgeld für die Mitarbeiter gesichert. Auf Nachfrage teilte das Unternehmen aber mit, dass das Insolvenzgeld durch die Bundesagentur für Arbeit nun bis Ende Juli gezahlt wird. „Es handelt sich hierbei um eine ‚Rollierung‘ der Insolvenzgeldvorfinanzierung.“ 

74 Voswinkel-Filialen gibt es aktuell. Eine davon befindet sich in Lüdenscheid. 

Die Geschäftsführung der Sport Voswinkel GmbH & Co. KG und der Generalbevollmächtigte haben demnach in Abstimmung mit dem vorläufigen Sachverwalter mit dem vorfinanzierenden Kreditinstitut vereinbart, die Insolvenzgeldvorfinanzierung um einen Monat zu verschieben. Somit umfasst der neue Dreimonatszeitraum nun die Monate Mai, Juni und Juli 2019. Das Insolvenzverfahren werde voraussichtlich Ende Juli 2019 eröffnet. 

Die Lohn- und Gehaltssumme für April 2019 wurde mit Zustimmung des Sachverwalters bereits an das vorfinanzierende Kreditinstitut zurückgezahlt.

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