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Insolvenz bei Automobilzulieferer im MK: 130 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

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Mit der Heinze Gruppe mit Sitz in Herford musste auch die Linden GmbH in Lüdenscheid Insolvenz anmelden.
Mit der Heinze Gruppe mit Sitz in Herford musste auch die Linden GmbH Insolvenz anmelden. © Henrik Wiemer

Das Mutterunternehmen des Lüdenscheider Automobilzulieferers Linden ist insolvent. Auch die etwa 130 Mitarbeiter an der Kalver Straße seien betroffen, berichtet die Tageszeitung Neue Westfälische.

Lüdenscheid/Herford – Die Angestellten der Konzerngruppe Heinze im ostwestfälischen Herford bei Bielefeld seien am Freitag darüber informiert worden. Dort bangen etwa 600 Mitarbeiter um ihren Job.

Als Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Dr. Bero-Alexander Lau aus Bielefeld eingesetzt worden. Der Grund: Die Linden GmbH hat als Tochter der Heinze Gruppe ihren Gerichtsstand in Bad Oeynhausen. Damit fällt die Insolvenz des Lüdenscheider Unternehmen unter die Zuständigkeit des Amtsgerichtes Bielefeld.

Neben Lau ist der Fachanwalt Stephan Höltershinken aus Minden mit der Insolvenzverwaltung betraut worden. Das vorrangige Ziel sei, wieder Stabilität im Unternehmen zu gewinnen, erklärt Höltershinken. Außerdem werde nach Investoren Ausschau gehalten und geprüft, ob Standorte zusammengelegt werden können.

Grund für die Insolvenz sei die weltweite Halbleiterkrise. „Die Autobauer produzieren nicht mehr, weil sie keine Halbleiter bekommen. Also brauchen sie auch keine Kunststoffteile mehr“, sagt Geschäftsführer Jörg Tilmes.

In der Vergangenheit hatte es bereits Spannungen bei Linden gegeben. So sollen im April 2020 Maschinen ohne Rücksprache mit der Belegschaft abmontiert worden sein. Im November soll die Geschäftsleitung alle Betriebsratsmitglieder und weitere 15 Beschäftigte aufgefordert haben, das Arbeitsverhältnis zu kündigen – sonst werde es keine Transfergesellschaft für Qualifizierung und Vermittlung geben.

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